Das geteilte Land - KOREA

Ruf zum Frieden: 30.4.2012

Ruf zum Frieden auf der koreanischen Halbinsel

„Er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst." Epheser 2, 14-16

Die aktuellen Spannungen zwischen Süd und Nord sind so hoch wie noch nie. Statt sich darum zu bemühen miteinander zu reden, sich zu versöhnen und zusammenzuleben, sorgen beide für Ärger und der Hass zwischen den beiden Staaten ist sehr groß. Es war nicht lange nach dem Scheitern von Nordkoreas Raketenstart, da behauptete Präsident Lee Myung-bak, dass Nordkorea eine Landreform notwendig habe und dass eine "Jasmin-Revolution" ausgeführt werden müsse um die Diktatur zu beenden.

Darüber hinaus hat die Regierung die Ängste vor dem Krieg gefördert und hat damit öffentlich gemacht, dass die eigenen Raketen die ganze Region einschließlich des Präsidialamtes von Kim Jung-Eun erreichen und zerstören könnte. Der Norden kritisierte deshalb diese Aussagen sehr ernst und beschuldigte den Süden Krieg führen zu wollen. Zwei Regierungen fürchten sich gegenseitig. Die starke Kritik, die Beschuldigungen und die Aufrufe führen zu noch mehr Misstrauen und Spannungen. Es herrscht die Gefahr, dass jederzeit ein Krieg ausbrechen kann.

Ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel darf nicht toleriert werden. Unsere historische Aufgabe besteht in der nationalen Aussöhnung und dem Verzicht auf Gewalt. Darüber hinaus müssen wir die friedliche Wiedervereinigung durch Versöhnung und Koexistenz erreichen. Obwohl Ideologie und Einstellung zwischen beiden Korea sehr unterschiedlich ist, bringen die Hass erregenden Bemerkungen und Bedrohungen, für den Frieden gar nichts. Darüber hinaus sollte es nie wieder geschehen, dass die Kräfte der Armee so präsentiert, das Wettrüsten aufgeheizt und der Krieg gesucht werden.

Wir Christen bereuen und wir bekennen unsere Schuld, dass wir auf die Stimme Gottes, die zum Frieden ruft, nicht richtig reagiert haben. Wir müssen diese Situation des unglücklichen Konflikts zwischen den beiden Korea neben dem Schmerz der 60-jährigen Teilung ins Auge sehen. Wir alle im Norden wie im Süden sollten aufwachen und beten und uns mutig vordrängen um Frieden zu schaffen.

o Die Regierungen beider Korea sollten vorsichtiger mit Äußerungen und Handlungen umgehen, die die Spannungen auf der Halbinsel eskalieren lassen, und sollten nach Frieden auf der koreanischen Halbinsel streben.

o Unsere Regierung sollte von einer Hardliner-Politik gegenüber dem Norden abgehen und ihr Bestes tun, durch Frieden und Versöhnung die friedliche Wiedervereinigung des Landes zu erreichen.

o Politiker sollten alle Anstrengungen unternehmen, um den Ausbruch jeden militärischen Konfliktes zu verhindern, die Leben und Eigentum der Menschen in Nord-und Südkorea bedrohen.

o Die Medien sollten sich mit provokativen und sensationellen Berichten, die eine Bedrohung für den Friedens auf der Halbinsel bedeuten, zurückhalten.

30. April 2012
Die Teilnehmer am Bittgottesdienst für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel

Anmerkungen:
Jasmin-Revolution: Revolution in Tunesien 2010/2011 und die chinesische Jasmin-Revolution: siehe Proteste in China Frühjahr 2011.

 

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