1972: Gründung der EMS

Gründung der EMS erfolgte 1972 als Evang. Missionswerk in Südwestdeutschland

Quelle: von J.Schnellbach im Februar 2020 (über L. Drescher)

Darin:

DOAM wird vertreten durch Prof. Dr. F. Hahn, Vorsitzender der DOAM
Im Missionsrat: Pfarrer D. Rosenkranz, stellvertretender Vorsitzender
Japan/Korea Referat: P. Schneiss
Aus Übersee: NCC Korea (KIM Kwan Suk) und Japan (NAKAJIMA Masaaki)

Vereinsregister:  28.01.1972 in Landau
Konstituierende Synode: 16.09.1972 in Stuttgart

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Partnerbeziehungen im EMS nach Ostasien

Quelle: EMS Jahhrbuch 7 (Okt.1990): Die Partner im EMS, S.65 & S.70

Vereinigte Kirche Christi in Japan (KYODAN)

Jesuiten-Patres begannen 1549 mit der Missionsarbeit in Japan. 1640 wurde jegliche christliche Arbeit im Land untersagt. Nach über 200 Jahren wurden Lockerungen des Verbotes spürbar. 1859 kamen die ersten protestantischen Missionare Ins Land, russisch-orthodoxe folgten 1861. Im Jahr darauf rekonstituierte sich die erste katholische Gemeinde. 1873 wurde das Missionsverbot aufgehoben. Mit Dr. Spinner kam 1885 der erste Missionar der Deutschen Ostasienmission nach Japan. Obwohl christliche Unterweisung 1890 wiederum per Gesetz verboten wurde, bestanden die verschiedenen Kirchen Im Land weiter. Durch eine staatliche Verfügung, die auf bessere Kontrolle abzielte, wurden 1941 alle In Japan vertretenen protestantischen Konfessionen gezwungen, sich zu einer einzigen Kirche zusammenzuschließen. So entstand der KYODAN, der sich nach dem Krieg auf einer neuen freiheitlichen Basis reorganisierte. Doch verließen Anglikaner und Lutheraner die Kirchenunion.

Der KYODAN gliedert sich in 16 Kirchenbezirke, denen je ein gewählter Moderator vorsteht. Alle Kirchenbezirke halten jährlich ihre eigene Synode ab. Die Mitglieder In den Komitees und Ausschüssen des KYODAN werden für eine jeweils zweijährige Amtszeit gewählt. Die Kirche hat zwar nur rund 200 000 Mitglieder und rund 1700 Kirchen und Predigtplätze, hat aber durch ihre Schularbeit eine größere Ausstrahlung. Der KYODAN unterhält rund 1500 Schulen und 320 Vorschulen und Kindergärten. Die christliche Minderheit in Japan wird immer wieder vor die Herausforderung gestellt, der Verehrung des Tenno und des damit verbundenen Nationalismus mit religiöser Komponente zu widerstehen. Gruppen in der Kirche bemühen sich auch um die Verwirklichung von Menschenrechten für benachteiligte japanische Minderheiten wie die Burakumin und Ainu sowie für Koreaner, die in Japan nur eine Randexistenz führen. Der KYODAN ist Mitglied im Nationalen Christenrat.

Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK)

Die PROK löste sich 1953 nach etlichen Spannungen aus der PCK heraus. Die Unstimmigkeiten betrafen die Frage, wie das Evangelium In der komplexen modernen Industriewelt vermittelt werden könnte. Die PROK betonte, daß die Verkündigung die soziale, wirtschaftliche und politische Welt der Menschen miteinbeziehen müßte. Sie engagierte sich in Fragen von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit. In letzter Zeit nähern sich die Standpunkte von PCK und PROK einander an. Die PROK hat rund 350 000 Glieder und Ist Mitglied Im Nationalen Christenrat. Der Sitz der Kirchenleitung ist Seoul.

Presbyterianische Kirche in Korea (PCK)

1884 Die Anfänge der Presbyterianischen Kirche in Korea gehen auf die Arbeit der Northern Presbvterian Church aus den Vereinigten Staaten zurück, die 1884 ihren ersten Missionar, den Arzt Horace Allen, nach Korea entsandte. 1901 Gründung des ersten theologischen Seminars zur Ausbildung einheimischer Theologen. 1912 trat die erste Generalversammlung (Synode) zusammen, die aber mit gravierenden Unstimmigkeiten auseinanderging. Diese betrafen die „Schrein-Frage“. Hierbei ging es um die Frage nach Ablegung eines .Bekenntnisses zum japanischen Kaiser als oberstem Herrn, womit nicht nur die politische Dimension angesprochen war: 1945 Mit dem Ende der japanischen Herrschaft wurde Korea geteilt. Die PCK führte längere Zeit ein auf rein kirchliche Belange zurückgeführtes Leben. In Vorbereitung zum hundertjährigen Jubiläum 1984 begann die PCK jedoch eine intensive theologische Laienschulung zur Vertiefung des Glaubens und der christlichen Gemeinschaft und öffnete sich dabei auch sozialen und politischen Fragen. Die PCK ist synodal verfaßt, hat rund 1,5 Millionen Mitglieder und ist Mitglied im Nationalen Christenrat. Der Sitz der Kirchenleitung ist in Seoul.


Quelle:  EMS Jahrbuch 8  (Nov. 1991): J. Schnellbach, Wo stehen wir - wohin kann es gehen, S.23  (EMS-Forum Jerusalem)

Beziehungen im EMS, zusammengestellt von J. Schnellbach 1991

Die Missionen übertrugen dem EMS Verantwortung in der Weiterführung von Beziehungen zu:

- der Presbyterianischen Kirche von Ghana 1972
- der Kirche von Südindien 1972
- der Brüder-Unität Im Südlichen Afrika 1972
- der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea 1972
- der Evangelischen Kalimantankirche Westregion (bis 1989) 1972
- der Bischöflichen Kirche In Jerusalem und dem Mittleren Osten 1972
- der Nationalen Evangelischen Kirche von Beirut 1972
- der vereinigten Kirche Christi In Japan 1972

Im Laufe der Zeit hat das EMS Beziehungen zu folgenden Kirchen aufgenommen:

- der Protestantischen Kirche von Bali 1973
- der Donggala-Kirche 1977
- der Evangelischen Kirche in Südostsulawesi 1978
- der Evangelischen Kirche in Südsulawesi 1978
- der Toraja-Mamasa-Kirche 1984
- der Evangelischen Minahasa-Kirche 1984
- der Toraja-Kirche 1987
- der Evangelischen Luwu-Kirche 1986
- der Halmahera-Kirche 1987
- der Presbyterianischen Kirche In Korea 1979
- dem Chinesischen Christenrat 1980

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Geschichte der DOAM

4. Juni 1884 Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM

1929 Umbenennung in Ostasienmission

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte... Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission: "Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt."

1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan