2020: „Das Virus darf nicht die Versöhnung verhindern“

Evangelische Landeskirche in Baden
PM vom 15.04.2020

„Das Virus darf nicht die Versöhnung verhindern“

Karlsruhe/Kehl. Der Dekan des Kirchenbezirks Kehl-Ortenau, Günter Ihle, hat angesichts der Corona-Krise zu noch mehr Solidarität und Nächstenliebe aufgerufen – auch und vor allem in der Grenzregion Frankreich-Deutschland: Inmitten eines gerade sehr zerbrechlichen Europas müssten Völker, Religionen und Kulturen in diesen Zeiten umso mehr zusammenhalten.

„Die Grenzen zwischen unseren beiden Ländern sind gerade weitgehend geschlossen“, so der Dekan. Wer sich trotzdem im Nachbarland aufhalte – etwa ganz legal berufsbedingt –, der werde in diesen Tagen – beispielsweise beim Einkaufen – trotzdem geradezu misstrauisch beäugt. Ängste und Unsicherheiten böten Nährboden für alte Vorurteile und Ressentiments auf beiden Seiten, beobachtet Günter Ihle: „Man grenzt sich wieder mehr gegeneinander ab – im tatsächlichen und im übertragenen Sinn.“

Umso wichtiger sei es, „dass wir uns als Christenmenschen einsetzen für eine gute Zukunft für alle Lebewesen auf unserer gemeinsamen Erde. Wir haben ein gutes Fundament in unserem gemeinsamen Glauben, der jetzt schon in vielen Aktionen und Kontakten gelebt wird, unter Einzelpersonen, zwischen Gemeinden und Kirchenbezirken aus unseren beiden Kirchen.

Wir teilen unsere Ängste und unsere Hoffnungen. Wir vergessen nicht unsere Schwestern und Brüder im anderen Land, noch auf der ganzen Welt.Gemeinsam sind wir auf dem Weg des Reiches Gottes!“

Auch Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh äußerte sich besorgt angesichts der Stimmung beidseits der badisch-elsässischen Grenze und unterstrich: „Wir als badische Kirche mit der langen Grenze nach Frankreich haben eine besondere Verantwortung dafür, dass die Versöhnung mit Frankreich weitergeht, und sich die europäische Einigung im Geist der Liebe Christi vertieft.“


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