u_ems2009_netzwerk

Aus der Arbeit des Ev. Missionswerks in Südwestdeutschland

Mit der Gründung des EMS sind alle operativen Aufgaben der DOAM an die beiden Missionswerke zu Stuttgart (EMS) und Berlin (BMW) abgegeben worden. Die DOAM sieht sich darum in der Verantwortung, die Arbeit der Missionswerke in Ostasien und deren Zusammenarbeit mit den dortigen Partnern zu unterstützen.

Religionswissenschaftler Im Zentrum Ökumene der EKHN

EMS - EKHN

Religionswissenschaftler Im Zentrum Ökumene der EKHN

Am 25.09.2009 wurde Pfarrer Dr. Martin Repp in einem feierlichen Gottesdienst in die Projektstelle als Beauftragter für den Dialog mit asiatischen Religionen eingeführt.
Dr. Repp hat fast 20 Jahre lang die asiatischen, besonders die japanischen Religionen studiert, im NCC Center for the Study of Japanese Religions mitgearbeitet und dessen Englisch-sprachige Zeitschrift "Japanese Religions" herausgegeben.
Die EMS-Familie, insbesondere die DOAM, freut sich über den neuen Mitarbeiter und erhofft sich mancherlei Impulse. für die interkulturellen und interreligiösen Gespräche.


Grußwort von Martin Engels

Stipendiat am NCC Center in Kyoto in den Jahren 2004/2005

Grußwort anlässlich der Einführung von Pfarrer Dr. habil. Martin Repp als Beauftragter für Dialog mit Asiatischen Religionen im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau am 25. September 2009.

Lieber Martin, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Brüder und Schwestern!

Zusammen mit Philipp v. Stockhausen stehen wir hier beide stellvertretend für die zahlreichen Studierenden, die in den letzten Jahren das Privileg hatten, in Kyoto unter Deiner Leitung am Studienprogramm „ISJP“ teilzunehmen.

In der Vorbereitung auf dieses kurze Grußwort habe ich mir einen Teil der Photos angeschaut, die ich während meiner Studienzeit in Kyoto gemacht habe und habe mal wieder in meinen Aufzeichnungen aus der Zeit geblättert. Während ich das tat, wurde mir erneut auf besondere Weise bewusst, was für eine intensive und nicht nur theologisch prägende Zeit das Studienhalbjahr in Kyoto für mich war und sicher für die Studierenden sein wird, die wieder vor wenigen Wochen dahin aufgebrochen sind.

Das Studienprogramm und Deine Arbeit mit den Studierenden vor Ort in Kyoto folgte der Weisheit eines bekannten japanischen Sprichwortes: „Hyaku-bun wa ik-ken ni shika-zu“ oder zu Deutsch: „Einmal sehen ist mehr als hundertmal hören.“ Auf didaktisch kluge Weise, ist es das Ziel Deiner Arbeit in Japan gewesen, die Studierenden zunächst einmal das Fremde und das Andere, das einem in diesem Land ja geradezu an jeder Straßenecke begegnet, erleben zu lassen. Du hast deinen Studierenden beigebracht Tempel, Schreine und andere Gotteshäuser mit einer wertschätzenden und interessierten Neugier zu betreten. Du hast sie gelehrt zu beobachten, zu riechen, zu hören und wahrzunehmen wie Menschen ihre Religion ausüben.

Du hast uns Hilfestellungen zum Dialog mit anderen Gläubigen gegeben und auch auf diese Weise viele unvergessbare Erfahrungen vermittelt. Erst in einem zweiten Schritt, nach diesen faszinierenden und manchmal durchaus irritierenden Begegnungen, die den einen oder die andere auf heilsame Art mal von der festgefahrenen Spur brachten, war es Zeit über das Erlebte theologisch und religionswissenschaftlich zu Reflektieren, es mit der eigenen Tradition in Beziehung zu setzen. Durch die zahlreichen „Fieldtrips“ und die Einführungen in den japanischen Buddhismus, Shintoismus durch authentische Lehrer, ermöglicht das Studienprogramm einen einmaligen Einblick in die Materie des interreligiösen Dialogs und macht unmissverständlich deutlich, dass dieser Dialog nicht zuerst auf der akademischen Ebene stattfindet sondern andersherum die Problemlagen des Alltags auf akademischer Ebene bearbeitet werden und schließlich immer wieder an der Basis ausprobiert werden müssen.

Durch Dein unablässiges Bemühen, Gastfamilien, Unterkünfte und Praktikumsplätze in Kirchengemeinden zu finden, hast Du den Weg für ökumenische und interkulturelle Begegnungen geebnet, wie sie sonst nur für die allerwenigsten Studierenden in Japan aber wenn man ehrlich ist- auch in anderen Ländern kaum möglich sind. Über die Vielfalt unserer Kirche in der Welt und den Pluralismus der Religionen zu lesen ist das eine, sie zu erleben, sich ihr bewusst und wissenschaftlich begleitet auszusetzen, ist etwas völlig anderes.

So kann ich mit Sicherheit sagen, dass die meisten von uns anders aus Kyoto zurückgekehrt sind, als sie hingeflogen sind. Bei vielen hast Du die Liebe für das Land und die Menschen dort entfacht. Für alle aber gilt wahrscheinlich: Wir sind sensibler zurückgekommen. Sensibel für die pluraler werdenden religiösen und kirchlichen Kontexte vor unserer eigenen Haustüre, vielleicht auch sensibler für die Belange und Bedürfnisse der vielen ökumenischen Studierenden hier an den theologischen Fakultäten in Deutschland.

So darf ich mich bedanken für das theologische Rüstzeug, das du so vielen von uns in deiner Tätigkeit in Kyoto mitgegeben hast und für die neuen ökumenischen Horizonte, die sich hieraus ergeben haben. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Hessen-Nassauische Kirche in ihrem Ökumene Zentrum einen so fachkundigen Beauftragten für Dialog mit asiatischen Religionen gefunden hat. Ich wünsche Dir im Namen Deiner Kyoto-Studierenden alles Gute und Gottes Segen für Deine neuen Aufgaben.

Martin Engels

Predigt anläßlich der Einführung am 25.09.2009 in der Evang. Auferstehungskirche in Frankfurt am Main



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EMS

Wichtige Jahreszahlen

1884
Gründung des Allgemeinen Evangelisch-protestantischen Missionsvereins, später Ostasienmission AEPM

1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2007
Letzte Satzungänderung

2012
Die neue Satzung der Ev. Mission in Solidarität (neuer Name!) tritt in Kraft.
Alle Mitglieder sind stimmberechtigt.


Vollversammlung  7.-10. Nov. 2012 in Herrenberg


Die Synode 2009-2014
Präsident: Oberkirchenrat Walter Schneider (Darmstadt)
Stellvertreter: Pfrin Bärbel Schäfer (Karlsruhe) und Frau Margret Maier (Stuttgart)

Der Mission Council 2009-2014
(internationale Zusammensetzung)
Vorsitz: Pfarrer Eberhard Will (Kassel)
Stellvertreter: Pfrin Marianne Wagner (Landau) und Dr. Habib Badr (Beirut)


 

Pfr. Jürgen Reichel

 ulrikeschmidthesse 145Pfrin U. Schmidt-Hesse

Pfr. Bernhard Dinkelaker