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Aus der Arbeit des Ev. Missionswerks in Südwestdeutschland

Mit der Gründung des EMS sind alle operativen Aufgaben der DOAM an die beiden Missionswerke zu Stuttgart (EMS) und Berlin (BMW) abgegeben worden. Die DOAM sieht sich darum in der Verantwortung, die Arbeit der Missionswerke in Ostasien und deren Zusammenarbeit mit den dortigen Partnern zu unterstützen.

Botschaft der Vollversammlung der EMS

EMS - Evaneglsiche Mission in Solidarität
(ehemals: Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland) 

Eine Botschaft der EMS an alle Mitglieder, Freunde und Freundinnen der EMS-Gemeinschaft

Liebe Schwestern und Brüder, 

Grüße und Friedenswünsche an Sie im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus durch die Kraft des Heiligen Geistes.


Vom 7. bis 10. November 2012 fand die erste Vollversammlung der EMS in der neuen Zusammensetzung in Herrenberg/Deutschland mit dem Thema „Mission in Solidarität – in der Kraft des Heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte 1,8) statt.

Die EMS wurde 1972 unter dem Namen Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland gegründet. Sie wurde damals von sechs Kirchen und fünf Missionsgesellschaften in Deutschland und in der Schweiz in Partnerschaft mit sechs Kirchen und zwei Institutionen in Asien, Afrika und dem Nahen Osten gebildet. Heute sind wir 23 Kirchen und fünf Missionsgesellschaften und wir haben einen neuen Namen angenommen: „Evangelische Mission in Solidarität“.

2012 wurden die früheren „Partnerkirchen“ in Afrika, Asien und im Nahen Osten „Mitgliedskirchen“ mit gleichen Rechten und gleicher Verantwortung – die früheren deutschen „Mitgliedskirchen“ bleiben Mitglieder und haben sich verpflichtet, echte Partner und Partnerinnen in unserer Missionsgemeinschaft zu werden.

Das bzw. die EMS gibt es seit 40 Jahren als eine internationale Gemeinschaft von Kirchen und Missionsgesellschaften, die der Tradition der Reformation auf drei Kontinenten verbunden sind. Somit stehen wir stets in einem Prozess der Re-Formation, der in der guten Nachricht von Jesus Christus gründet, und in einem Prozess der Trans-Formation, der durch die Kraft des Heiligen Geistes inspiriert wird.

Seit der Gründung im Jahr 1972 war das Logo der EMS ein Symbol des ‚Empfangens und Weitergebens‘. Was haben wir empfangen und was geben wir weiter?

Die EMS hat ein reiches und vielfältiges Missionserbe aus Deutschland und der Schweiz empfangen. Seit fast 200 Jahren war es das Bestreben dieser Mission, das Evangelium von der Erlösung und Befreiung mit Völkern rund um den Erdball zu teilen. Heute stehen wir in Solidarität miteinander als eine Internationale Gemeinschaft von Kirchen und Missionsgesellschaften, die gemeinsam unterwegs sind, um genau dieses Evangelium der Erlösung und Befreiung zu teilen.

Viele unserer Kirchen und Missionsgesellschaften sind über Direktpartnerschaften mit den Geschwisterkirchen und Organisationen auf einem anderen Kontinent verbunden oder über Erfahrungen des Austausches von jungen Freiwilligen und Ökumenischen Mitarbeitenden, über gemeinsame thematische Programme oder über unterschiedliche Missionsprojekte. Während unserer ersten Vollversammlung dankten wir Gott für alle Anstrengungen und Unterstützungsbereitschaft aller Angehörigen der EMS-Gemeinschaft in der Vergangenheit und wir ermutigten sie, auf diesem Weg gemeinsam weiter zu gehen. Wir baten sie auch, die gute Arbeit an die zukünftigen Generationen weiterzugeben. Und wir laden Sie ein, uns in dieser Aufgabe zu unterstützten. Wir verpflichteten uns neu, unsere direkten Kontakte, die Begegnungen und den Austausch als vereinte Christen und Christinnen aus verschiedenen und pluralistischen Kontexten rund um den Erdball zu stärken und weiter zu entwickeln.
Was bedeutet unser neuer Name Evangelische Mission in Solidarität?

„Evangelisch“ steht für die Gute Nachricht von Jesus Christus. Sie ist der Grund unseres Glaubens und unserer Hoffnung und somit auch die Basis für unsere Organisation. Wir teilen gemeinsame theologische Richtlinien, die auf unserer Hoffnung auf das Reich Gottes gründen und die unsere gemeinsamen Aktivitäten inspirieren. Den Schwerpunkt unserer Arbeit legen wir auf die drängenden Fragen und Anliegen unserer eigenen Kirchen und Gesellschaften. Allerdings tun wir dies in einem Geist echter ökumenischer Kooperation mit allen anderen Christen und Christinnen sowie allen Menschen, die guten Willens sind. 

„Mission“ bezieht sich auf die Tatsache, dass wir berufen sind durch die Inspiration des Heiligen Geistes, der uns bewegt, verwandelt und stärkt, Zeugen des Evangeliums und Trägerinnen froher Botschaft für Menschen überall auf der Welt zu sein. Unser Ziel ist es, gute Haushalter und Haushalterinnen unserer menschlichen und materiellen Ressourcen zu sein, gleich ob wir Gebende, Nehmende oder Gastgebende sind.

Unser Auftrag ist es, die „Gute Nachricht“ in Wort und Tat zu teilen, so dass die Welt glaube und alle „Leben in Fülle haben“. Durch unsere Programme und Projekte möchten wir im internationalen Kontext positiv zur Revitalisierung unserer Kirchen beitragen. Wir streben danach, dies glaubwürdig zu tun, indem wir Sensibilität und Respekt zeigen für jene, die anders sind. Wir haben wertvolle Bereicherung erlebt durch die Perspektiven von Gläubigen anderer Kontinente. So hören wir gemeinsam das Wort Gottes und lesen die Bibel mit den Augen der Anderen.

„Solidarität“ bezieht sich auf die Tatsache, dass wir mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten füreinander einstehen: durch den Austausch von Informationen und Bewusstseinsbildung; durch Fürbitten und Teilen von menschlichen und finanziellen Ressourcen; durch Advocacy-Arbeit und praktische Aktionen.

Wir leben in pluralistischen Gesellschaften und in einer sehr komplexen Welt, die von Hass, Gewalt, Feindschaft und Ungerechtigkeit zerrissen ist und in der die Schöpfung leidet und stöhnt. Deshalb stehen wir in Solidarität füreinander ein und arbeiten für Frieden und Gleichberechtigung, für Gerechtigkeit, Versöhnung und Harmonie zwischen allen Männern, Frauen und Kindern und für die Bewahrung der Schöpfung. Wir sehen die Übel dieser Welt, in der wir leben, klar und deutlich. Deshalb stehen wir fest zusammen in Solidarität füreinander, um Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung, Vorurteile, Gewalt, Hass und Krieg zu überwinden.
Wir glauben, dass ein wesentlicher Teil unserer Berufung in der EMS darin besteht, als gute Nachbarn und Nachbarinnen miteinander und mit Menschen, die anderen Glaubensrichtungen angehören, zu leben. In Solidarität arbeiten wir daher zusammen, um unsere Perspektiven zu erweitern und der Komplexität unserer unterschiedlichen Kontexte sensibel zu begegnen. Wir suchen den Dialog und die Gemeinsamkeiten mit den verschiedenen Anderen. Wir hören einander zu und teilen die Lebensfragen aller Menschen. Dies tun wir in Liebe und Mitleidenschaft und mit Integrität, Verlässlichkeit und Standhaftigkeit.

Wir möchten das Leben der Menschen positiv verändern und wachsam sein für die Situation von Christen und Christinnen in anderen Regionen, insbesondere für die Schwächsten unter ihnen und dort, wo immer es natur- oder menschengemachte Katastrophen gibt, Diskriminierung, Marginalisierung, Hass und Verfolgung.

Liebe Schwestern und Brüder, lassen Sie uns unsere gemeinsame Vision bekräftigen, wahrhaft eine „Evangelische Mission in Solidarität“ zu sein. Wir laden Sie ein, unser gemeinsames Zeugnis mit Ihren Gebeten, Ihrer Advocacy-Arbeit, Ihren Ressourcen und Ihrer Beteiligung an unseren Programmen und Projekten zu unterstützen. Lasst uns den Weg gemeinsam gehen. Möge Gott uns alle segnen.

Herrenberg, 10. November 2012

Im Namen der Mitglieder der Vollversammlung

Pfarrerin Marianne Wagner, Vorsitzende

Pfarrer Dr. Habib Badr, Stellvertretender Vorsitzender

Kirchenrat Klaus Rieth, Stellvertretender Vorsitzender

 

Die "Botschaft" als pdf-Datei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ems-online.org

und bei "EMS" 

 

 

 

 

 

 



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EMS

Wichtige Jahreszahlen

1884
Gründung des Allgemeinen Evangelisch-protestantischen Missionsvereins, später Ostasienmission AEPM

1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2007
Letzte Satzungänderung

2012
Die neue Satzung der Ev. Mission in Solidarität (neuer Name!) tritt in Kraft.
Alle Mitglieder sind stimmberechtigt.


Vollversammlung  7.-10. Nov. 2012 in Herrenberg


Die Synode 2009-2014
Präsident: Oberkirchenrat Walter Schneider (Darmstadt)
Stellvertreter: Pfrin Bärbel Schäfer (Karlsruhe) und Frau Margret Maier (Stuttgart)

Der Mission Council 2009-2014
(internationale Zusammensetzung)
Vorsitz: Pfarrer Eberhard Will (Kassel)
Stellvertreter: Pfrin Marianne Wagner (Landau) und Dr. Habib Badr (Beirut)


 

Pfr. Jürgen Reichel

 ulrikeschmidthesse 145Pfrin U. Schmidt-Hesse

Pfr. Bernhard Dinkelaker