2018: Quo vadis, China?

Source:     Weitblick, Magazin nder Berliner Mission, 2018-3.
Mit freundlicher Erlaubnis


Quo Vadis, China?
Eindrücke aus einem Land voller Dynamik
Christoph Theilemann

Denk' ich an China, dann lässt mich das nicht gleichgültig. Denn niemand, der dieses Land gesehen hat, kann sich seiner Wirkung entziehen. Ein Sehnsuchtsort. Es kann aber auch ein Ort der Beklemmung sein. Manchmal ist es beides auf einmal. Reiseeindrücke

".... Das Christentum in China wächst und wächst. Im Mai besuchte ich das Land mit einer Delegation der Evangelischen Kirche Deutschlands und des Dachverbandes der evangelischen Missionswerke. Auf dem Programm standen eine interreligiöse Konsultation in Shanghai, Besuche der Amity Foundation in Nanjing und der Religionsbehörde in Beijing sowie bei den Partnern vom China Christian Council in Qingdao und
Guangzhou.

Ich musste vor der Reise versprechen, dass ich mich in China nicht missionarisch betätige. Aber es war zugleich die Dienstreise eines Christen, der im Auftrag seiner Kirche und seines Missionswerkes in China unterwegs ist. Und am Ende wurde es mir ohne große Umschweife erlaubt, in Tianhe in Kanton zu predigen ...

... Noch hatten wir den Eindruck, dass das christliche Leben in der protestantischen Einheitskirche der >>Drei-Selbst-Bewegung<< weitgehend unbehindert fließt- in dem Rahmen, der ihm nun einmal gesteckt wird. Aber das ist nicht überall und immer so. Auch die chinesische Regierung weiß, was ausländische Beobachter schätzen: dass es mittlerweile zwischen 20 und 80 Millionen Christen in China gibt. Geht die Dynamik der Entwicklung so weiter, dann wird China bald das Land mit den meisten Christinnen und Christen weltweit sein. Aber wer weiß genau, was kommt? Die Religionsbehörde wurde anlässlich des letzten Volkskongresses als selbstständiges Ministerium aufgelöst und der Kommunistischen Partei unterstellt. Qua vadis, China?"

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