Vereint gegen Diskriminierung

Die Diskriminierung von Buraku in Japan und von Sinti und Roma in Deutschland funktioniert auf auffallend ähnliche Weise. Dies wurde während der 16. Landestagung des BLC, die vom 7.-9.10. in Aomori im Norden Japans stattfand, sehr deutlich. Ich hatte die Gelegenheit, teilzunehmen, da ich zur Gruppe der deutschen Gäste gehörte.

2025 Japan BLC Tagung Aomori 1

Konkrete Fallgeschichten von diskriminierten Buraku, Sinti und Roma, aber auch ehemaligen Lepra-Patienten (der erste Tag fand in einem ehem. Leprakrankenhaus statt) sowie Überlebenden von Fukushima machten deutlich, dass sonst oft getrennt voneinander betrachtete Formen der Diskriminierung viele Gemeinsamkeiten aufweisen - sowohl hinsichtlich der Art und Weise, wie sie sich äußert und auf die Betroffenen wirkt, als auch hinsichtlich dessen, wie die Menschen sich organisieren und Solidarität und Bündnisse aufbauen, um das tägliche Leben unter diesen Bedingungen zu ermöglichen und die Diskriminierung zu bekämpfen.

Die persönlichen Berichte machten deutlich, dass die Hauptleidensursache die Praxis der Diskriminierung ist. Sie überdeckt noch das Leid an Krankheit und konstituiert es im Fall der Sinti, Roma bzw. Buraku überhaupt erst – eine ethnische Herkunft in Indien bzw. bestimmte Berufe der Vorfahren in Japan sind kein Nachteil, solange nicht durch Diskriminierung ein sozialer Nachteil hergestellt wird. Auch Lepra wird erst durch die Diskriminierung zu dem Ausmaß an Belastung, das sie für die Betroffenen bedeutet(e). Es sind ebenfalls die konkreten Formen der Ausgrenzung, häufig z.B. von Bildung, Wohnungs- und Arbeitsmöglichkeiten, die entsprechende Stereotype „ungebildet“, „prekär“ erst zuschreibbar erscheinen lassen.

Im Kampf gegen Diskriminierung muss es also neben dem Abbau von stereotypen Darstellungen unbedingt um die gesellschaftlichen und institutionellen Faktoren gehen, die es erschweren, dass alle Menschen einander als gleichwertig begegnen. Deshalb ist es sinnvoll, dass die verschiedenen Engagements gegen die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung aufgrund von Abstammung, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Sexualität, Fähigkeiten und Gesundheit solidarisch miteinander verbunden sind. Denn sie haben das gemeinsame Ziel, es unverständlich zu machen, einen anderen Menschen als minderwertig anzusehen. Eine solche übergeordnete solidarische Perspektive trat im Austausch auf der Konferenz immer wieder hervor, gerade dadurch, dass sonst oft getrennt voneinander betrachtete Formen von Diskriminierung vergleichend und in Bezug zueinander betrachtet wurden.

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Die Universalität, jedem anderen als gleichwertig zu begegnen, ging nicht zuletzt auch von der Musik aus, die es zwischen den Beiträgen immer wieder ermöglichte, Gehörtes zu verarbeiten und in Bewegung zu setzen. Wie ein Mitglied der Band „Die Drahtzieher“ es ausdrückte: „Vielleicht können wir Musik als eine weitere Möglichkeit betrachten, Diskriminierung abzubauen – auf einer stärker emotionalen und körperlichen Ebene.“

Hanna Hoffmann-Richter


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National Council of Churches in Korea

Ecumenical Forum for Korea


ÖRK Vollversammlung

Im Jahre 2013 wird die nächste Vollversammlung des Ökum. Rates der Kirchen in Pusan, Südkorea stattfinden.
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KNCC

Erklärung (13.10.2008)
"Wir begrüßen, dass die USA Nordkorea von der Liste der "Schurkenstaaten" gestrichen hat."
Deutsch, English

A Letter to Bush

3. 7. 2006:
A Letter to President George W. Bush on Peace in East Asia
als pdf-Datei

6-Mächte Gespräche

Am Vorabend (21.7.2005) der Wiederaufnahme der 6-Mächte Gespräche veröffentlichten die Nationalen Kirchenräte von Japan, Korea und den USA eine Erklärung.
Wortlaut

Ökumene in Korea

Am 15.12.2005 veranstaltete der NCCK eine "Konferenz für ökumenische Einheit", zu der er die Vertreter der Koreanischen Orthodoxen Kirche, die kathlosche Bischofskonferenz und die Lutherische Kirche eingeladen hatte. Man tauschte Informationen aus über Aktivitäten für die "Einheit der Kirchen" und "Ökumene". Weiter wurde ein gemeinsamer Gottesdienst für den 20. Januar 2006 in der katholischen Kirche in Kwangju geplant, mit dem die Gebetswoche für die Einheit der Christen begangen werden soll.

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