MV 2014_ Bericht des Vorstandes

Die Mitgliederversammlung tritt in der Regel alle drei Jahre zusammen.
Sie wählt den Vorstand und beschliesst über die Entlastung des Vorstandes.

Bericht des Vorstandes der DOAM

zur Vorlage auf der
Mitgliederversammlung am 29.9.2014


Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,
wie in der Satzung beschrieben hat die Mitgliederversammlung der DOAM alle drei
Jahre einen Bericht des Vorstandes entgegenzunehmen und zu diskutieren. Der Bericht
wird vom Vorsitzenden dem Vorstand zur Weiterleitung an die MV und zur Beratung
vorgelegt.


Struktur des Vorstandes

Im Oktober 2011 fand im Missionszentrum EINEWELT in Neuendettelsau die letzte
Mitgliederversammlung statt. Auf ihr wurden satzungsgemäße Wahlen zum Vorstand
durchgeführt. Die Zusammensetzung des neuen Vorstandes ist Ihnen bekannt.

Auf der Sitzung 2011 sind viele altbewährte Mitglieder ausgeschieden. Dazu gehören
die Geschwister Elisabeth und Paul Schneiss; Dekan i.R. G. Baumann, Pfr. i. R. I. Feldt,
Pfr. i. R. Chr. Foerster. Ihnen wurde für lange und gewinnbringende Mitarbeit herzlich
gedankt.

Auf Vorschlag unseres Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Ferdinand Hahn wurde Pfarrer Paul
Schneiss ebenfalls zum Ehrenvorsitzenden der DOAM ernannt.

Der neue Vorstand hat in mehreren Sitzungen für sich ein Stück Selbstverständnis
erarbeitet und ist bereit, sich für besondere Aufgaben einzubringen. Dazu gehören
Öffentlichkeitsarbeit, Tagungsvorbereitung, Mitarbeit in Gremien sowie Mitarbeit in
den Mitgliedskirchen von EMS und BMW sowie Einzelaufgaben. Besonders gefreut hat
uns die Zusage von Paul Schneiss, weiterhin für die homepage der DOAM und den
Informationsbrief zur Verfügung zu stehen. Die DOAM-homepage ist einzigartig in
Deutschland.

Der Vorstand hat u.a. beschlossen, die Tagungsarbeit bis auf weiteres mit interessierten
Evang. Akademien durchzuführen. Dies ist auf der einen Seite eine Entlastung für Frau
Gisela Köllner als Mitarbeiterin unseres Geschäftsführers Lutz Drescher in der EMS und
bringt Erweiterungen im anzusprechenden Kreis von Interessierten zu ostasiatischen
Themen mit sich.

Die Neuwahl des Vorstandes hat erneut Kompetenz und Sachkenntnis in
theologischen, kulturpolitischen und missionarisch-diakonischen Fragen mit sich
gebracht. Mit dieser Sachkenntnis und dem Engagement Einzelner ist es nun auch
gelungen, einen neuen Flyer der DOAM herzustellen, der allgemein anspricht.


Von Personen

Feststellen müssen wir, dass unser Geschäftsführer Lutz Drescher nicht nur für DOAM
und den ostasiatischen Bereich Verantwortung trägt, sondern auch für die Partner der
EMS in Indien zuständig ist. Dieses Mehr an Verantwortung bringt zwangsläufig eine
Schwerpunktsetzung mit sich, also weniger Ostasien. Der Einsatz von Frau Köllner ist
nur mit Dank und Bewunderung zur Kenntnis zu nehmen. Sie ist und bleibt für Lutz
Drescher und die DOAM eine wichtige Mitarbeiterin.

Erfreulich positiv hat sich die Ostasienarbeit im Berliner Missionswerk entwickelt. Mit
der Beauftragung von Pfr. Dr. Christof Theilemann mit dem Ostasienreferat neben
seiner Hauptverantwortung als Ökumenereferent sind die Ostasienkontakte neu belebt
oder gefestigt worden. Dazu hat auch eine Ostasienreise von Bischof Dr. M. Dröge in
2013 beigetragen. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass der kleine Ostasienbereich
durch Beschluss der Kirchenleitung für das Missionswerk festgeschrieben ist.

Mit starker Unterstützung des langjährigen Vorsitzenden des Freundeskreises Ost der
DOAM, Pfarrer i.R. Christoph Foerster, assistiert von Frau R. Wolligand, die für die
Finanzen verantwortlich zeichnete, ist dieser Kreis inzwischen ganz in das Berliner
Missionswerk überführt worden und wird nun von Theilemann zusammen mit dem
Vorstand der DOAM verantwortet.

Mitarbeiterinnen der Missionswerke in Übersee sind z.Zt. Karina Schumacher in Korea
und Sabine Kluger in Japan; beide über die EMS entsandt. Aus Berlin wird 2014 im
Herbst ein „Freiwilliger“ nach Kaoishung/Taiwan entsandt, aus der EMS ist eine
„Freiwillige“ derzeit in Korea.


Tagungen

Die Tagungsarbeit der DOAM mit den Missionswerken ist in gewohnter Häufigkeit
mit zwei Tagungen pro Jahr fortgesetzt worden. Ein Schwerpunkt war dabei die
Vorbereitung auf die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in
Busan/Südkorea im Oktober 2013. Daran waren auch etliche Mitglieder aus dem
Vorstand der DOAM beteiligt. Das vom Koreanischen Nationalen Kirchenrat (KNCC)
angeregte Projekt eines PEACETRAIN, der in Verbindung mit öffentlichen
Veranstaltungen von Berlin über Moskau, Irkutsk, Beijing auch durch Nordkorea nach
Busan fahren sollte, hatte 130 Mitreisende gehabt, konnte aber aus politischen
Gründen nicht durch Nordkorea geführt werden. Vor Abfahrt des Zuges in Berlin gab
es eine öffentliche Veranstaltung, (einen MADANG), der vom Berliner Missionswerk
vorbereitet wurde und auch einen Open-Air-Gottesdienst vor dem Brandenburger Tor
beinhaltete. Vom Vorstand war Rainer Lamotte auf der gesamten Fahrt dabei und hat
fast täglich in einem Blog berichtet (siehe: www.doam.org).

Wichtig zu erwähnen ist, dass ein geplanter „Workshop“ zur Wehrdienstverweigerung
nicht in das Programm der Konferenz aufgenommen wurde, jedoch als eigener
Workshop am 26.10., vorbereitet von Schneiss und Prof. Dr. F. Enns, in Seoul
durchgeführt wurde.

Wir werden auf der folgenden Studientagung daran weiterarbeiten und machen somit
deutlich, dass der gerechte Friede in Ostasien ein Schwerpunkt der Arbeit der DOAM
bleibt.

Nicht vergessen werden darf die dass wir auch jetzt über drei Jahre nach der
Dreifachkatastrophe von Fukushima in Solidarität mit dem Menschen in Japan bleiben.
Auf Anregung der DOAM hat der internationale Missionsrat der EMS ihrer
Mitgliedskirche aufgerufen sich mit den Ergebnissen einer Nuklearkonferenz des
Kyodan zu beschäftigen.


Mitarbeit der DOAM

Zu erwähnen in diesem Bericht ist die aktive Mitarbeit im AK Sinti/Roma und Kirchen
in Baden-Württemberg im EMS-Bereich. Er wird von Pfr. Paul Schneiss geleitet und
von Gisela Köllner sowie Pfr. Hoffmann-Richter tatkräftig unterstützt. In den letzten
Wochen waren Vertreter und Vertreterinnen der diskriminierten Buraku aus Japan zu
Gast, die diese Arbeit ja angeregt hatten.

Ähnliches gilt für die AG Trostfrauen im Koreaverband Berlin, die in 2013 und 2014 je
eine der betroffenen Frauen nach Deutschland eingeladen hat, um auf ihr Schicksal
aufmerksam zu machen und von der japanischen Regierung endlich als Betroffene
akzeptiert zu werden und Entschädigung für das begangene Unrecht zu erhalten. Am
17.8.2014 sprach Frau LEE Ok-Seon auf dem Berliner Alexanderplatz vor 500
Besuchern beim Friedensfestival, sowie später in Dresden, München und Ulm.


Finanzen

Der MV vorgelegt werden die geprüften Jahresrechnungen der Jahre 2011 – 2013 zur
Beschlussfassung. Hier muss nochmals auf die Tatsache hingewiesen werden, dass die
von jedem Mitglied selbst festgelegten Beiträge nur sehr schleppend bei uns eingehen.
Anders sieht es mit Spenden für Projekte aus wie etwa zu Fukushima, wofür
ausdrücklich gedankt wird.

Hartmut Albruschat Pfr. i. R.
Vorstandsvorsitzender






OAM-Gedenktage

04.06.1884 Gründung des AEPM (OAM) in Weimar

22.10.1945 Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission SOAM

26.02.1948 Gründung der japanischen Stiftung Christliche Oastasien-Mission in Kyoto, Japan

10.12.1952 Gründung der DOAM Deutsche Ostasienmission in Hamburg

1972 Gründung der EMS
Namensänderung zum 1.1.2012:
"Evang. Mission in Solidarität" EMS

1973 Gründung des BMW 

01.05.1980 Gründung der Diakonia-Schwesternschaft in Korea 

1982 Gründung des Tomisaka Christian Center TCC in Tokyo

23.02.1991Vereinigung von OAM-DDR und DOAM in Erfurt

Díe Vorsitzenden

1956 - 1968
Pfr. Erich Kühn

1968 - 1987
Prof. Dr. Ferdinand Hahn

1987 - 1992
Pfr. Hartmut Albruschat

1992 - 2011
Pfr. Paul Schneiss

2011 - 2017
Pfr. Hartmut Albruschat

2017  -  Interim
Pfr. Carsten Rostalsky, Stellv.
Pfr. Rainer Lamotte, Stellv.

2017ff
Lutz Drescher

Geschichte der DOAM

4. Juni 1884 Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM

1929 Umbenennung in Ostasienmission

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte... Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission: "Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt."

1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan

Die Geschäftsführer

1968 - 1975
Pfr. Paul Schneiss

1975 - 1978
Pfr. Hiroshi Murakami /
Pfr. Hartmut Albruschat

1978 - 1994
Pfr. Dr. Winfried Glüer

1993 (Sep) - 1996 (Sep)
Pfr. Ingo Feldt (Berlin)

1996 - 2001
Pfrin. Sabine Bauer

2001 - 2016
Lutz Drescher

2016  -  2018
Pfr. Solomon Paul Benjamin

2018 -
Pfr. Georg Meyer