Eine-Welt-Tag 2009 in Balingen - Ausstellung zur Geschichte der Ostasienmission

Ausstellung zur Geschichte der Ostasienmission: 1884-2004 in der Stadtkirche Balingen

21. Juni - 20. Juli 2009

Die Stadtkirche ist tagsüber geöffnet. Eintritt ist frei.

siehe auch hier

 

 

 


Stadtkirche Balingen

Balingen, Eine-Welt-Tag 2009

Foto: Stadtkirche Balingen

Sonntag, 21. Juni, 10.00 Uhr, Stadtkirche.
Gottesdienst mit chinesischer Musik
von Xu Fengxia

Schon bei der Vorbereitung des Themenschwerpunktes China wurde uns klar, dass wir auf professionelle Hilfe angewiesen sind, weil über dieses Land sehr kontrovers diskutiert wird. Da unser ehemaliger Dekan, Gotthilf Baumann, über 40 Jahre in der Deutschen Ostasienmission (DOAM) mitarbeitete und über viele Jahre als Vorsitzender des Arbeitskreises "Freunde der Mission in Ostasien" in der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission tätig war, konnte er Tipps und Anregungen geben, die sowohl im Gottesdienst als auch im Nachmittagprogramm Verwendung finden werden.

Der Gottesdienst wird gestaltet mit der hervorragenden Musikerin Ku Fengxia, die uns am Abend noch ein Konzert geben wird. Außerdem wirken im Gottesdienst in China geborene Missionarskindermit: Pfarrer i. R. Paul Schneiss, Vorsitzender der Deutschen Ostasienmission, viele Jahre Missionar in Japan, berichtet über die Christen in China heute. Ehepaar Gerhard und Hildegard Lutz, beide in China geboren, nach dem 2. Weltkrieg mit der Familie ausgewiesen. Der Vater von Hildegard Lutz geb. Gläsle, Hermann Gläsle, war Pfarrer in Laufen a. d. Eyach. Sie werden über ihre Kindheit und von den Besuchen in den Gemeinden ihrer Väter berichten. Pfarrerin Eva-Ursula Krüger ist Sinologin und Vorsitzende des Arbeitskreises "Freunde der Mission in Ostasien in der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission" und Organisatorin von Studienreisen nach China sowie Mitglied im Ökumenischen Chinaarbeitskreis Deuschland und Chinesischlehrerin. Sie berichtet über die Religionen in China heute. Das Pfarrersehepaar Cornelia Ayasse und Christoph Hildebrandt-Ayasse, ehemals Pfarrer in Hongkong, Mitglied im Arbeitskreis Ostasienmission, werden uns eine Dialogpredigt über Lukas 14, 16 -24, das große Abendmahl, halten.

Nach dem Gottesdienst wird im Gemeindehaus Hermann-Berg-Strasse weitergefeiert mit einem chinesischen Mittagessen und einem besonderen Nachtisch, zubereitet vom Weltladen, sowie einem Stand mit fair gehandelten Waren.

Das Nachmittagsprogramm beginnt mit einem Kurzfilm über China und einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den in China geborenen Missionarskindern. Die bereits im Gottesdienst angerissenen Themen werden bei dem Podiumsgespräch vertieft. 


Abschluss und weiterer Höhepunkt des Eine-Welt-Tages ist das Konzert am Sonntagabend mit Xu Fengxia (Foto) um 19.30 Uhr in der Stadtkirche mit Eindrücken aus China in Wort und Bild. Xu Fengxia wurde 1963 in China geboren, arbeitete nach dem Musikstudium als Solistin im bekannten Orchester für chinesische Musik Shanghai und gab Solokonzerte auf bis zu vier Instrumenten, unter anderem in Singapur und Peking. Seit sie in Deutschland lebt, arbeitet sie mit renommierten Musikern der Jazzund Improvisationsmusik zusammen und gastiert aufweltweiten Bühnen.

Bei dem Konzert in Balingen begleitet Xu Fengxia ihren Gesang auf der Guzheng, einem chinesischen Saiteninstrument. Diese Guzheng hat 21 Saiten. Die dreieckigen Holzstäbe in der Mitte sind die Stege. Eindrückliche Bilder aus China, die während des Konzerts gezeigt werden, lyrische Texte sowie eine Ausstellung aus dem Reich der Mitte geben diesem besonderen Abend eine zusätzliche Note. Eintritt zu diesem Konzert wird nicht erhoben, für Spenden sind wir dankbar. Mehr zu Guzheng. Mehr zu Xu Fengxia

Zu allen Veranstaltungen laden wir sehr herzlich ein.

Quelle: "Blick vom Turm", Gemeinde aktuell 2/2009, Ev. Gesamtkirchengemeinde Balingen. Christa Schwarz fiir den Ausschuss Gerechtigkeit, Mission und Entwicklung im Gesamkirchengemeinderat



Xu Fengxia ist 1963 in Shanghai geboren. Schon mit 7 Jahren beginnt sie verschiedene Zupfinstrumente zu spielen. Besuch von Mittelschule des Shanghaier Musikkonservatoriums anschließend Studium am Shanghaier Konservatorium. 1985 Konzertexamen. Schwerpunkt Chinesische Zupfinstrumente. Ab 1986 Mitglied des berühmten Shanghaier Orchesters für Chinesische Musik u.a. 1988 Deutschlandtournee. Gleichzeitig aber auch aktiv in der ersten Frauen-Rockband von Shanghai. 1989 vielbeachtetes Solokonzert mit vier Zupfinstrumenten in Singapur. 1990 das erste Konzert mit Jazzmusikern im "People´s Theatre" in Shanghai: Xu Fengxia als Rock Bassistin. 1991 Übersiedlung nach Deutschland. Seit 1992 Mitglied des Gufeng Ensembles, einer Gruppe von 4 in Deutschland lebender chin. Spitzenmusikerinnen.

Auftaktveranstaltung zum Eine-Welt-Tag 2009 - China
„Vom Neckarstrand ins Heidenland“
Auf den Spuren schwäbischer Missionsbräute des 19. Jahrhunderts
Referentin: Dr. Dagmar Konrad, Kulturwissenschaftlerin

Veranstalter:
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Balingen
Evangelisches Bildungswerk Balingen und Sulz


Dienstag, 9. Juni 1009, 20.00 Uhr
Evang. Gemeindehaus, Hermann-Berg-Str. 12, in Balingen.

Missionsbräute waren Frauen, die im 19. Jahrhundert einen Missionar heirateten, ohne ihn vorher persönlich zu kennen. Spuren, die die Frauen hinterließen, sind Briefe, Tagebücher und Fotografien. Sie beschreiben ein Stück wenig bekannter württembergischer Frauengeschichte. Was bewegte diese Frauen, ihre Heimat und ihr soziales Umfeld für immer zu verlassen? Wie gestaltete sich das Heiratsprocedere? Wie sah das neue Leben auf der Missionsstation aus? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen, das Leben der historischen Frauen mit seinen Problemen und Schwierigkeiten geschildert und die spezielle Heiratsgeschichte einer Württemberger Missionsbraut vorgestellt, die aus Briefen und Tagebüchern rekonstruiert wurde.

Der Verein für württembergische Kirchengeschichte zeichnete das Buch Dagmar Konrads zum Thema mit dem Johannes-Brenz-Preis für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der württembergischen Kirchengeschichte aus. Ebenfalls erhielt Dr. Konrad den Barbara Künkelin-Preis. Die drei tragenden Gedanken des Preises sind Heimatpflege, die Frage nach Vernunft in der Politik und die Rolle der Frau in Politik und Gesellschaft.

Sonntag, 21. Juni 2009, 10.00 Uhr, Stadtkirche - Eine-Welt-Tag 2009
Gottesdienst mit chinesischer Musik von Xu Fengxia und Eindrücken aus China

Fotostrecke von Gotthilf Baumann

Stadtkirche Stadtmauer
Kanzel Kruzifix   Kanzel
XU Fengxia

 

Geschichte der DOAM

4. Juni 1884 Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM

1929 Umbenennung in Ostasienmission

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte... Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission: "Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt."

1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan