Ostasienreise 2013: bei den Käfigmenschen

Ostasienreise von EKBO und BMW

Ostasienreise vom 21. Juni – 5. Juli 2013:  TAIWAN

Bei den ostasiatischen Partnerkirchen

Das Lutheran Theological Seminary in Hongkong feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. (Fotos: Jutta Klimmt)


Vom 21. Juni bis 5. Juli besuchen Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerkes und Dr. Christof Theilemann, Ostasien-Referent des Missionswerks gemeinsam mit Bischof Dr. Markus Dröge für zwei Wochen Ostasien. Sie werden die Partnerkirchen in Hongkong (China), Taipei (Taiwan), Tokio (Japan) und Seoul (Südkorea) besuchen. Der Besuch wird die Verbindung zu diesen Kirchen und den deutschsprachigen Gemeinden stärken, die das Berliner Missionswerk seit langem pflegt.
 


Bischof Dröge mit Kindern, die an den Nachmittagen in eine Schularbeitsbetreuung der Organisation SoCO in Hongkong kommen.Außerdem besucht die Delegation vom Missionswerk und von Brot für die Welt geförderte Projekte wie die gemeinnützige Organisation SoCO („Society for Community Organization“), die sich für die so genannten "Cage People", zu Deutsch "Käfigmenschen", in Hongkong einsetzt. Sie hausen in winzigen Drahtverschlägen, weil sie sich die horrenden Wohnungsmieten in der chinesischen Metropole niemals leisten könnten. Bischof Dröge zu dem Projekt: "Ich finde es richtig, auch in Schwellenländern wie China Hilfsprojekte zu unterstützen. Natürlich ist in Honkong eine Menge Geld vorhanden. Doch ich halte es ebenso für eine Aufgabe der Entwicklungshilfe, Menschen darin zu unterstützen, sich zivilgesellschaftlich zu organisieren. Menschenrechte sind für die, die in Bretterverschlägen leben, genauso wichtig wie das täglich Brot auf dem Teller."
 


BMW

Berliner Missionswerk

Auf einen Blick

Das Berliner Missionswerk pflegt u.a. Beziehungen zu Christen und Kirchen in China, Japan, Korea und Taiwan. Mit der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK) wie auch mit der Presbyterianischen Kirche in Taiwan (PCT) bestehen allgemeine Partnerschaftsvereinbarungen, die einem Informations-und Personalaustausch, gegenseitige Besuche und Unterstützung bestimmter Projekte vorsehen. Mit der Vereinigten Kirche Christi in Japan sowie der Kirche Christi in China gibt es keine vertragliche Regelung der Beziehungen, auch wenn diese schon über Jahre vielfältig bestehen. Schon 1882 begann die Berliner Missionsgesellschaft die „China-Mission". Nach der Integration der Deutschen Ostasienmission in das Berliner Missionswerk 1972 wurden die Kontakte nach Japan vertieft, zu Korea und Taiwan neu aufgenommen und nach China, das sich erst 1980 wieder öffnete, allmählich wieder aufgebaut.

 

 

Wichtige Jahreszahlen

4. Juni 1884
Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins in Weimar

1929
Offizielle Umbenennung in Ostasienmission (OAM). Dieser Name hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte...

1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2007
Letzte Satzungänderung