Ostasienreise 2013: Taiwan

Ostasienreise von EKBO und BMW

Ostasienreise vom 21. Juni – 5. Juli 2013:  TAIWAN

EKBO und Berliner Missionswerk vertiefen Beziehungen mit Partnerkirche

Auf ihrer Ostasienreise haben die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und das Berliner Missionswerk in einem gemeinsamen Kommuniqué mit der Presbyterianischen Kirche in Taiwan (PCT) am 26. Juni 20013 in Taipeh die weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit bekräftigt. Die Partnerschaft beider Kirchen und dem Berliner Missionswerk besteht bereits seit 35 Jahren. EKBO und Berliner Missionswerk nehmen die Kontaktpflege auch stellvertretend für die Evangelische Kirche in Deutschland wahr.

Bischof Dr. Markus Dröge: „Die Presbyterianische Kirche in Taiwan ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine christliche Kirche sich aktiv für Demokratie, Menschenrechte und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzt. Gerade für uns in Berlin gewinnt die Partnerschaft mit den Christen in Taiwan deshalb eine besondere Bedeutung.“  

Von links: Bischof Hsu Jung-Fong, Bischof Dr. Markus Dröge und Direktor Roland Herpich. (Foto: Jutta Klimmt)Die Evangelische Kirche und das Berliner Missionswerk vereinbarten, mit der PCT einen deutsch-taiwanesischen Jugendaustausch einzurichten. Die PCT beabsichtigt zudem, taiwanesische Geistliche nach Deutschland zu entsenden, die asiatischen Gemeinden die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtern sollen. Zum Selbstverständnis der PCT gehört es, ihre Gemeindeglieder in Deutschland zu motivieren, sich mit ihrer neuen Heimat zu identifizieren und sich im Kontext der deutschen Gesellschaft zu engagieren. Zudem wurde vereinbart, die Unterstützung des Hilfsprojektes für Fischer und Seeleute aus der Urbevölkerung Taiwans in Kaohsiung im Süden der Insel durch das Berliner Missionswerk fortzusetzen.
Die Presbyterianische Kirche Taiwans wurde ab 1854 von kanadischen und britischen Missionaren gegründet. Heute hat sie 250.000 Mitglieder in 150 Gemeinden. Das sind rund ein Prozent der Bevölkerung. Die PCT unterhält Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Bereits während der Zeit der autoritären Einparteienherrschaft der Kuomintang-Partei und der Dauer des Kriegsrechtes bis 1987 hat sich die PCT unter großen Opfern für Demokratie und für soziale Gerechtigkeit in Taiwan eingesetzt. Sie engagiert sich heute für das Selbstbestimmungsrecht des Landes gegenüber China.

In den Gesprächen zwischen den Partnerkirchen und dem Berliner Missionswerk, vom 24. Juni bis zum 26. Juni 2013 in Taipei, war auch die Erfahrung der Kirche in der DDR wichtig, die sich vor dem Fall der Mauer für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt hat. Die PCT ist den evangelischen Christen in Deutschland dankbar für die Unterstützung während der Einparteienherrschaft der Kuomintang-Partei. Der Besuch von Bischof Martin Kruse 1983 bei dem damaligen Vorsitzenden der PCT im Gefängnis ist bis heute in Taiwan immer noch in lebendiger Erinnerung. 30 Jahre später bestärkt Bischof Dröge nun durch seinen Besuch die partnerschaftliche Beziehung.
 


 


BMW

Berliner Missionswerk

Auf einen Blick

Das Berliner Missionswerk pflegt u.a. Beziehungen zu Christen und Kirchen in China, Japan, Korea und Taiwan. Mit der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK) wie auch mit der Presbyterianischen Kirche in Taiwan (PCT) bestehen allgemeine Partnerschaftsvereinbarungen, die einem Informations-und Personalaustausch, gegenseitige Besuche und Unterstützung bestimmter Projekte vorsehen. Mit der Vereinigten Kirche Christi in Japan sowie der Kirche Christi in China gibt es keine vertragliche Regelung der Beziehungen, auch wenn diese schon über Jahre vielfältig bestehen. Schon 1882 begann die Berliner Missionsgesellschaft die „China-Mission". Nach der Integration der Deutschen Ostasienmission in das Berliner Missionswerk 1972 wurden die Kontakte nach Japan vertieft, zu Korea und Taiwan neu aufgenommen und nach China, das sich erst 1980 wieder öffnete, allmählich wieder aufgebaut.

 

 

Wichtige Jahreszahlen

4. Juni 1884
Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins in Weimar

1929
Offizielle Umbenennung in Ostasienmission (OAM). Dieser Name hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte...

1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2007
Letzte Satzungänderung