Meditation

IMG 20251023 120610 Fenster rund IMG 20251023 120554 Fenster Viereck

Im Nordwesten Kyotos, eingebettet zwischen den Hügeln, gibt es einige kleine Zen-Tempel zu entdecken. Einer davon, der Genko-an, hat es mir besonders angetan. Es ist ruhig hier, nicht von Touristen überlaufen, ein Zen-Garten lädt zum Meditieren ein. In der Haupthalle des Tempels sind seit 1694 zwei besondere Fenster zu sehen. Sie geben den Blick ins Grüne frei. Faszinierend ist vor allem die unterschiedliche Form. Vom Eingang her fällt als erstes das rechte, viereckige Fenster ins Auge, eingefasst von mit Papier bespannten Schiebefenstern mit dünnen Holzstreben in regelmäßigem Muster; links davon, näher zum buddhistischen Altar, das runde in eine ruhige weiße Wand eingelassen, von schlichten dunklen Balken umgeben. In der englischen Beschreibung wird das quadratische Fenster „Mayoi no mado“ 迷いの窓 als „Fenster der Täuschung […], das Verwirrung, Unwissenheit und Unreife impliziert, oder […] das Leben menschlichen Leidens“ erläutert; das runde „Satori no mado“ 悟りの窓 als „Fenster der Erkenntnis […], das Zen-Reife, Vollkommenheit und Erleuchtung impliziert“.

Mir kommen ähnliche Formen bzw. Symbole aus Kirchen in den Sinn, z.B. bei Taufsteinen. Oft ist deren Sockel quadratisch, während das Taufbecken oder die Taufschale rund ist (oder achteckig, entstanden aus Quadrat und Kreis; die Zahl 8 symbolisch für den Neuanfang nach 6 Tagen der Schöpfung und dem Ruhetag). Der Täufling wird mit seiner menschlichen, begrenzten Existenz (Viereck) vor Gott gebracht, der ihm mit seiner endlosen Liebe und Barmherzigkeit (Kreis) entgegenkommt und ihn annimmt. Im Leben finde ich mich oft auf der Seite des eckigen Fensters wieder mit Ecken und Kanten und vielerlei Begrenztheiten. Doch Gott umfängt mich mit seiner grenzenlosen Liebe. Er nimmt mich an, so wie ich bin. Er macht mich neu.

Carola Hoffmann-Richter

OAM-Gedenktage

04.06.1884 Gründung des AEPM (OAM) in Weimar

22.10.1945 Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission SOAM

26.02.1948 Gründung der japanischen Stiftung Christliche Oastasien-Mission in Kyoto, Japan

10.12.1952 Gründung der DOAM Deutsche Ostasienmission in Hamburg

1972 Gründung der EMS
Namensänderung zum 1.1.2012:
"Evang. Mission in Solidarität" EMS

1973 Gründung des BMW 

01.05.1980 Gründung der Diakonia-Schwesternschaft in Korea 

1982 Gründung des Tomisaka Christian Center TCC in Tokyo

23.02.1991Vereinigung von OAM-DDR und DOAM in Erfurt

Díe Vorsitzenden

1956 - 1968
Pfr. Erich Kühn

1968 - 1987
Prof. Dr. Ferdinand Hahn

1987 - 1992
Pfr. Hartmut Albruschat

1992 - 2011
Pfr. Paul Schneiss

2011 - 2017
Pfr. Hartmut Albruschat

2017  -  Interim
Pfr. Carsten Rostalsky, Stellv.
Pfr. Rainer Lamotte, Stellv.

2017ff
Lutz Drescher

2020ff
Dr. Carola Hoffmann-Richter

Die Geschäftsführer

1968 - 1975
Pfr. Paul Schneiss

1975 - 1978
Pfr. Hiroshi Murakami /
Pfr. Hartmut Albruschat

1978 - 1994
Pfr. Dr. Winfried Glüer

1993 - 1996
Pfr. Ingo Feldt (Berlin)

1996 - 2001
Pfrin Sabine Bauer

2001 - 2016
Lutz Drescher

2016  -  2018
Pfr. Solomon Paul Benjamin

2018 -
Pfr. Georg Meyer

SOAM


SOAM-Homepage

4.Juni 1884
Gründung des AEPM

1929
Umbenennung in Ostasienmission

1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

2002
Vereinbarung zu enger Zusammenrabeit von SOAM und DOAM

2009 Jubiläum der OAM - 125 Jahre
ausgerichtet von der SOAM 

SOAM / HdB
Das Haus der Begegnung (HdB) in Kyoto wurde von Prof. Dr. Werner Kohler gegründet. Es ist eine eigene Sftung nach japanischem Recht. 

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