2005: Erklärung zur Gerechtigkeit und Frieden

21. Februar 2005

Die Presbyterianische Kirche in Taiwan (PCT), sehr betroffen durch die gegenwärtige Situation und die Zukunft für Taiwan, verabschiedete die folgende Erklärung, die sich auf das Bekenntnis des Glaubens bezieht, „dass sich die in diesem Land verwurzelte Kirche ... mit den gegenwärtigen Einwohnern identifiziert und durch Liebe und Leidensbereitschaft ein Zeichen der Hoffnung setzt“.

I. Die Unabhängigkeit von Taiwan ist eine Voraussetzung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit

Der Wunsch nach Frieden ist ein allgemeines Ziel aller Menschen, jedoch Frieden muss sich auf Gerechtigkeit gründen; Verhandlungen und Zusammenarbeit unter verschiedenen politischen Parteien müssen unter der Vorbedingung der Souveränität Taiwans als Nation geführt werden.

Wir rufen alle politischen Parteien auf sich damit zu identifizieren und Taiwan zu achten, indem wir uns an Frieden und Stabilität wahrhaftig und wirklich erfreuen. Alle politischen Parteien sollten loyal zu Taiwan stehen und für Würde und Wohlstand für die Menschen in Taiwan arbeiten.

Nationale Souveränität ist ein Sicherheitsmantel für die Forderung nach einer dauerhaften wirtschaftlichen Entwicklung und Versorgung der Menschen. Wenn die Eigenständigkeit verloren geht, werden alle Programme von Strukturen und Entwicklung zwangsläufig zusammenbrechen. Deshalb muss die Regierung im Sinne von Taiwan auf ihren politischen Idealen und Zielen bestehen, nämlich der Eigenständigkeit der Nation; sie muss für das „Recht auf den eigenen Namen“ kämpfen, muss für eine neue Verfassung eintreten, die volle Eigenständigkeit in der UN als Vollmitglied fordern, sich für Schwache und Bedürftige einsetzen und für soziale Gerechtigkeit einstehen.

II. Das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden ist eine gemeinsame Verantwortung der internationalen Gemeinschaft

Die Tatsache, dass Taiwan so lange von der internationalen Gemeinschaft getrennt war, ist eine Verletzung weltweit geltender Grundsätze von Gerechtigkeit und Frieden.

Taiwan und China sind zwei unabhängige Staaten, die nicht zusammengehören oder an einander angekettet sind. Die Länder der Welt sollten Taiwan als Nation unterstützen, damit es zur internationalen Gemeinschaft voll dazugehört und sich bei internationalen Angelegenheiten beteiligt und dazu beiträgt, Gerechtigkeit und Frieden sowie die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen in der Welt zu gewährleisten.

Wir rufen allen Menschen, die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und die anderer Nationen, die sich für Demokratie und Freiheit einsetzen und sie achten, auf, die Sicherheit der nationalen Eigenständigkeit von Taiwan zu respektieren, wenn sie sich auf Zusammenarbeit mit China auf internationaler Ebene einlassen.

III. Die Forderung nach einer neuen Beziehung zwischen Taiwan und China

Taiwan und China sollten sich gegenseitig achten und respektieren auf der Grundlage von Gleichheit, gegenseitigem Respekt und friedlicher Koexistenz.

Taiwan ist kein Teil von China. Die Demokratie und die Freiheit Taiwans stehen vor ernsthaften Bedrohungen durch China, in Gestalt von indirekten und direkten Drohgebärden. China hat mehr als siebenhundert Raketen (die Zahl wächst ständig) aufgestellt, die auf Taiwan gerichtet sind, und ist dabei ein Gesetz gegen Abspaltungen zu erlassen. Dies unterläuft nicht nur die Beziehungen unserer beider Nationen, sondern ist auch eine ernsthafte Gefahr für Frieden und Sicherheit in der Asien-Pazifik-Region.

Aus diesem Grund fordern wir unser Land auf, das Gesetz für die Beziehungen zwischen Taiwan und China zu verabschieden, damit eine neue Beziehung zwischen den beiden Nationen geschaffen werden kann, die die Sicherheit und Souveränität von Taiwan und die Sicherheit seiner Menschen garantiert, und die Ausgewogenheit und Eigenständigkeit in der Asien-Pazifik-Region erhält.

Wir fordern alle Menschen in Taiwan auf, sich dafür einzusetzen und ständig und engagiert mit großer Kraft und Klarheit für diese Vision einzustehen, wie es uns die Bibel sagt: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seiest. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. (Jos.1,9)“

„Güte und Treu begegnen einander; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue wird aus der Erde hervor wachsen und Gerechtigkeit wird vom Himmel schauen. (Ps. 85, 11f.)“

Pfarrer Chen Dao-Shiung Pfarrer William J.K. Lo
Vorsitzender der 49. Generalversammlung Generalsekretär
Presbyterianische Kirche in Taiwan Presbyterianische Kirche in Taiwan

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Am 21. Februar 2005 veröffentlichte die PCT eine zu den Spannungen zwischen China und Japan. Unabhängigkeit, Frieden und Gerechtigkeit, neue Beziehungen - das sind die angesprochenen Probleme.
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