Presbyterian Church in Taiwan (PCT)

Kurze Geschichte

Zuerst kamen katholische Missionare auf die Insel. Der erste protestantische Missionar war Dr. Maxwell von der Presbyterianischen Kirche in England (United Reformed Church URC). Er kam 1865 nach Tainan und dieses Datum wird als der Anfang der PCT betrachtet. Bald danach kam Pfr. Dr. Mackay von der Presbyterian Church in Canada PCC, der 1872 in Tamsui mit einer Missionsarbeit begann.

Bis zur Übernahme der Herrschaft durch die Japaner gab es wenig Modernisierung in Taiwan. Alles, was damals an Modernem eingeführt wurde, geschah zuerst in der Kirche: die erste Schule, das erste Krankenhaus, die erste Druckerei - dies alles wurde durch die Presbyterianische Kirche begonnen.

Trotz des Zwangs zur jap. Sprache während der Kolonialzeit blieben die Menschen bei ihrer eigenen Sprache. Die Kirche akzeptierte auch, dass alle Missionare in den 30er Jahren wegen der militärischen Unterdrückung das Land verließen. Trotz des amtlichen Widerstandes begann damals auch die Mission untern den eingeborenen Stämmen in den Bergregionen. Am Ende des Weltkrieges waren bereits 4-5.000 von ihnen getauft.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen fast alle protestantischen Missionen auch nach Taiwan und gründeten teilweise eigen Kirchen Dennoch ist die PCT die größte unter ihnen. Die Zeit schnellsten Wachstums waren die Jahre 1955 - 1965. Damals verfolgte man das Ziel, in einer 10-Jahres-Periode die Zahl der Gemeindeglieder zu verdoppeln. Und das Ziel wurde erreicht. Besonders stark war das Wachstum unter den Bergstämmen: 70% dieser Bevölkerung wurden Christen (30% davon Presbyterianer). Seither wachsen die Kirchen in Taiwan langsamer.

1978 wurde das Programm "Ten Plus One Movement" beschlossen, was bedeutete, dass man die Zahl der Gottesdienstbesucher jedes Jahr um 10% steigern wollte. Das Ziel wurde nicht erreicht, aber es wurden 80 Gemeinden neu gegründet und 40.000 neue Migtlieder gewonnen. Sehr viel hat dabei die "Bibel-Lese-Bewegung" geholfen, die darauf abzielt, die ganze Bibel im Laufe von zwei Jahren durchzulesen.

1990 beteiligte sich die Kirche an einer Jahr-2000-Evangeliums-Kampagne. Sie hofft, ihre Mitgleiderzahl auf 550.000 erhöhen zu können.

Mission für das 21. Jahrhundert

Das Ziel dieser neuen Bewegung ist "die Verwirklichung des Reiches Gottes durch Gemeinschaftsbildung".
Hier geht es um Spiritualität in den Gemeinden und den gesellschaftlichen Gruppen, in denen sich ihre Mitglieder bewegen. Es soll durch die Gemeinde Zukunft eröffnet werden. Auf diese Weise hofft man, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Taiwan und darüber hinaus verwirklichen zu können.

Die PCT ist sich der großen Verantwortung für die Menschen auf Taiwan und die Zukunft des Landes bewußt. Darum hat sie nach langen Beratungen in den 70er Jahren folgende drei wichtigen Erklärungen veröffentlicht:
1. Öffentliche Erklärung zum Schicksal unseres Landes (1971)
Darin wurden allgemeine Wahlen gefordert und der Aufbau einer echten Demokratie.
2. Ein Aufruf - für Bibel, Kirche und Nation (1975)
mit der Forderung, dass die Regierung Religionsfreiheit respektieren und politische Reformen durchführen möge.
3. Erklärung zu den Menschenrechten (1977)
Die Kirche fordert die Regierung auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um "Taiwan zu einem neuen und unabhängigen Staat" zu machen.

In den 90er Jahren gab es weitere Erklärungen:
1. Öffentliche Erklärung zur Unabhängigkeit Taiwans (1991)
"Taiwan ist ein unabhängiger Staat. Taiwans Unabhängigkeit und Land gehört den Menschen in Taiwan. Taiwan und China sind zwei unterschiedliche Länder."
2. Die Erklärung gegen Atomare Kriegsführung
3. Zum gegenwärtigen Verhältnis zwischen Taiwan und China (1993)
Darin wird gefordert, dass Friedliche Koexistenz und gegenseitger Respekt Voraussetzungen für das Zusammenleben sind.

Im Laufe der Jahre sind viele Mitglieder der PCT zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden (wie z.B. der damalige Generalsekretär Pfr. C. M. KAO) für ihr Eintreten für Frieden und ihre christliche Überzeugung. Dennoch indentifiziert sich die PCT auch weiterhin mit diesem Land, teilt den Kampf der Menschen und bleibt in Solidarität mit ihnen. Sie betet weiter für Gerechtigkeit, Frieden und die Garantie aller Menschenrechte im heutigen Taiwan.

Soziales Engagement

Die PCT hat die folgenden Dienste eingerichtet, die in der Abteilung für Soziales zusammengefasst sind:
1. Hilfe für Fischer in Kaohsiung. Dieses Programm umfasst Beratung, Studien, Bildung und Advocacy für die Bergstämme und andere, die durch die Fischindustrie ausgebeutet werden.
2. Community Development bei den Bergstämmen, in Taitung.
3. Frauen-Zentrum in Taipei.
4. Das Regenbogen-Projekt in Taipei: Beratung, vorbeugende Maßnahmen für junge Mädchen aus den Bergstämmen, die zur Prostitution gezwungen werden.
5. Zentrum für behinderte Menschen in Kaohsiung.
6. Zentrum für Industriearbeiter in Kaohsiung. Verbesserung der Gesetzgebung und Stärkung der Rechte von Arbeitnehmern, Beratung und Hilfe für Arbeitsmigranten und Arbeitnehmern aus den Bergstämmen.

Medizinische und Bildungs-Institutionen

1. Taiwan Church Press in Tainan. Die älteste Druckerei Taiwans.
2. Theologisches Seminar in Tainan. Die älteste theol. Einrichtung.
3. Theologisches Seminar in Taipei.
4. Yushan Theologisches Seminar in Hualien. Besonders für die Bergstämme.
5. Presbyterianische Bibelschule in Hsinchu für Laien-Ausbildung.
6. Chang Jung Universität mit angeschlossenen Gymnasien.
7. Tam Kang Mittelschule in Tamsui.
8. Aletheia Universität in Tamsui.
9. Mackay Gedächtnis Krankenhaus in Taipei/Tamsui
10. Changhua Christliches Krankenhaus in Changhua, lange Zeit die einzige Einrichtung ihrer Art in Zentral-Taiwan.
11. Hsin-Lo Krankenhaus in Tainan - einst die erste Klinik in Taiwan.
Jedes Krankenhaus hat eine Seelsorge-Abteilung für Patienten und Mitarbeiter.

PCT


Presbyterian Church inTaiwan

Kleine Statistik


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Nachrichten

2009

Taifun Morakot

Ein Junge in Taiwan kämpft gegen den Taifun Morakot >mehr

Open Letter to Obama >mehr

2007

Februar-März 2007

On Joining the UN >mehr

2005

Am 21. Februar 2005 veröffentlichte die PCT eine zu den Spannungen zwischen China und Japan. Unabhängigkeit, Frieden und Gerechtigkeit, neue Beziehungen - das sind die angesprochenen Probleme.
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KARTE

Fotos von der PCT
s. auch "Galerie"































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