In Memoriam: KIDA Kenichi

In Memoriam Kenichi KIDA (13.10.1930 - 14.04.2013)

In einer der großen Tageszeitungen Japans, Mainichi Shinbun, lasen wir am 24. April, dass Prof. Dr. KIDA Kenichi im Alter von 82 Jahren verstorben sei.
Kida-Sensei hat u.a. in München studiert (und damals auch an den Begegnungstagungen der DOAM teilgenommen), an der neuen Bibelübersetzung mitgearbeitet, diese als Mitherausgeber verantwortet, zuerst an der Aoyama Universität, später an der Rikkyo-Universität Altes Testament unterrichtet und nach seiner Emeritierung die Verantortung als Präsident der Eiwa Frauenuniversität in Yamanshi übernommen. 

 

KIDA Kenichi - Kurzbiographie lt. Beerdigungsfeier

13. Okt. 1930 als ältester Sohn des KIDA Aishin (Pfarrer der Japan Church of the Nazarene) und seiner Frau Masako in Kurashiki (Präfektur Okayama) geboren
Besuch der „Mittel- und Oberschule“ (7.-12. Klasse) der Aoyama Gakuin Universität

1946 Taufe mit 16 Jahren durch Pfr. OKUBO Susumu von der Japan Church of the Nazarene
Studium am Institut für Christentumsstudien der Aoyama Gakuin Universität (daraus wurde später das Institut für Theologie)
Dozententätigkeit an der Aoyama Gakuin Universität. Während dieser Zeit Magisterstudium der Philosophie an der Daigakuin der Tokyo Kyoiku Universität.

1959 Antritt eines Auslandsstudiums am Union Theological Seminary in New York. Abschluß mit dem Master of Sacred Theology (S.T.M.).

1961 Heirat mit ARIGA Minako
1962 Geburt des Sohnes Shinichi
1963 Assistant Professor am Institut für Theologie der Aoyama Gakuin Universität
1966 Geburt der Tochter Izumi
1967 Ordination als Pfarrer der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan)

1970-72 Studium an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Maximilians Universität München. Promotion.

1973 Mitglied der Okubo-Gruppe (Vorgänger der Hyakunincho-Kirche). Beginn des Aufbaus einer Partnerschaft mit der südkoreanischen Gemeinde der Jamsil Central Church, die im Oktober 1979 offiziell eingerichtet wird. Nach dem Beitritt der Okubo-Gruppe zum Kyodan 1982 Wirken als zuständiger Gemeindepfarrer des Kyodan.

1977 Auflösung des Instituts für Theologie an der Aoyama Gakuin Universität. Kida geht an die Aoyama Kurzzeituniversität für Frauen (2jähriges Studienprogramm)

1980 Ruf an das Institut für Christentumsstudien der Philosophischen Fakultät der Rikkyo Universität. Hier ist Kida bis zu seiner Emeritierung 1996 u.a. auch als Leiter des Instituts für Christentumsstudien und Direktor des Forschungszentrums für Geisteswissenschaften tätig.

1998 Ruf als Präsident der Eiwa Kurzzeituniversität in Yamanashi. Kida öffnet die bisherige Frauenuniversität für männliche Studenten, erweitertert das Programm der Kurzzeituniversität auf Jahre und richtet Graduiertenstudiengänge (Magister und Ph.D.) ein.

2010 Emeritierung. Bis September 2011 Präsident des eingetragenen Schulvereins Yamanashi Eiwa Gakuin, der alle Bildungsstufen vom Kindergarten bis zum Graduiertenkolleg umfaßt.

Weitere Tätigkeiten:

Übersetzer und Mitherausgeber der Neuen Gemeinsamen Bibelübersetzung
Vorsitzender der Vereinigung der Alttestamentler
Stellvertretender Geschäftsführer des Japanischen Instituts für Bibelwissenschaft
Vorsitzender der Kommission I des Planungsausschusses des Kyodan-Verlags
Vorsitzender der Vereinigung für Christentumsstudien der Aoyama Gakuin Universität
Vorsitzender der Japanischen Forschungsgesellschaft für Bibelübersetzung
Mitglied in der Japanischen Gesellschaft für Christentumsstudien
Mitglied in der Japanischen Gesellschaft für Orientwissenschaft

 

Veröffentlichungen (Auswahl)
Die Mitte des Alten Testaments (Shinkyo Shuppansha)
Prophetie und Offenbarung im Alten Testament (Shinkyo Shuppansha)
Der Name Gottes und die Subjektivität des Menschen (Kyobunkan)
Offenbarung des Friedens (Shinchi Shobo)


Am 14. April 2013 verstarb KIDA Kenichi am frühen Morgen (2:26 Uhr) im Alter von 82 Jahren.

Vier Tage vor seinem Tod konnte KIDA Kenichi im kleinen Kreis der Familie seine beiden ältesten Kinder Shinichi und Izumi taufen. Eine ergeifende Erahrung für die Familie.

 

 

 

 

Geschichte der DOAM

4. Juni 1884 Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM

1929 Umbenennung in Ostasienmission

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte... Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission: "Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt."

1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan