ST2014-Bad Boll: Grüne Entwicklung

Studientagung in Bad Boll
22.- 24. April 2014





Das Manuskkript zum Powerpoint-Vortrag folgt hier:


YEOM Kwanghee
Politik der grünen Entwicklung - Ökologische Transformationsprozesse in Südkorea

Bad Boll, 23. April 2014
(Manuskript zur Powerpoint Präsentation)

1.
sehr geehrte Damen und Herrn,
Ich heiße Kwanghee Yeom, Ich bin Mitglied der koreanisch- evangelischen Gemeinde in Berlin. Doktorand am Institut für Umweltpolitik an der Freie Universität Berlin. Mein Schwerpunkt ist die regenerative Energiepolitik.
Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen etwas über die Umweltpolitik und das grüne Wachstum in Südkorea erzählen darf.
Wie viele andere Themenbereiche auch, ist die „Umwelt“ ein komplexes Thema, das mit der Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenhängt. Insofern denke ich, ist es wichtig und effektiv, über konkrete Ereignisse zu sprechen. Ich verbinde dies mit einer persönlichen Betrachtung, um den Transformationsprozess in Korea verstehen.
In kurzen Worten zusammengefasst, kann ich nur sagen, ist der koreanische Transformationsprozess „bedauerlich“. Das Bedauern wurde während meines Aufenthalts in Deutschland immer größer und tiefer.
Obwohl Korea über sehr viele kluge Köpfe und starkes Potenzial verfügt, gibt es viele Dinge, die man besser machen könnte, um Probleme zu bearbeiten.
Wenn ich heute über Korea meine skeptische Meinung weitergebe, trage ich keine negativen Gefühle für meine Heimat in mir, sondern im Gegenteil - die Liebe zu meinem Land, in dem meine liebe Familie und Freunde leben.
Ich möchte mit Ihnen gemeinsam Lösungswege finden.

2.
Ich werde auf folgende Punkte eingehen.
- zunächst gebe ich einen Einblick in die Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt Koreas.
- danach zeichne ich die größte Debatte im Konflikt zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Umweltschutz nach und erläutere in Stichworten unverzichtbares zum repräsentativen Großkonzern Samsung.
- Viele Leute denken, dass Korea dank des Präsidenten Lee Myoungpark und seine Green Growh Politik ein umweltschonendes Land sei. Diese Illusion muss an dieser Stelle aufgeklärt werden.
- Ich werde über die Bemühungen und Bewegungen der Bürgerinitiative berichten und zum Schluss über die Rolle der koreanische Kirche sprechen.

3.
Zunächst: Politik in Korea
Korea hat bereits eine fünftausend Jahre lange Geschichte. Gegründet im Jahr 2333 vor Christus wurde Korea damals noch GOCHOSUN genannt.
Die letzte Kaiserreich hieß Daehanjeguk. Sie regierte bis zur Modernisierung am Ende des neunzehnten und Anfang des 20sten Jahrhunderts. Cho-sun, 500 Jahre lang Königreich vor Daehanjeguk, nahm großen Einfluss auf die Gesellschaft und kulturelle Leben. In Korea herrschte die absolute Monarchie. Während im europäischen Feudalsystem vertragliche Vereinbarungen eine große Rolle spielten, bewirkte in Korea die konfuzianische Lebensweise eine vertikale Hierarchie zwischen König und Untertanen. Es gab einen Herrn und seine Diener – einen Befehlgeber und zu Gehorchende.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in Korea die Präsidentschaft 1945 politisch installiert. Doch geschichtlich durch die Chosun Dynastie, der kolonialen Unterwerfung durch Japan, dem Koreakrieg und einzelner militärischer Diktatoren hatten die Bürger wenig Gelegenheit eine demokratische Lebensweise zu entwickeln.
Die heutige besondere Konfliktsituation – der Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea – verursachen eine große ideologische Spaltung, die immer größer wird. So sehen extreme Antikommunisten, die Nordkorea als Monster bezeichnen, Freiheits- und Demokratiebefürworter gleich als Sympathisanten des kommunistischen Systems.
Dagegen wettern Liberale gegen die Antikommunisten als konservative Idioten.
Unter diesen Umständen wurde Präsidentin Park gewählt. Aber es wird immer deutlicher, dass der nationale Geheimdienst für Präsidentin Park vorteilhafte Informationen über das Internet verbreitete. Dadurch entstand in der Gesellschaft eine Anti Park-Kunhe-Bewegungen.
Als sie letzten Monat in Deutschland auf Staatsbesuch war, gab es einerseits eine Anti Park Demonstration, während andererseits Antikommunisten sie willkommen hießen.

4.
Die koreanische Wirtschaft orientiert sich an der amerikanisch kapitalorientierten Marktwirtschaft, nicht an einer sozialen Marktwirtschaft, wie in Deutschland.
Das heißt, das Sozialsystem ist sehr instabil. Die Privatisierung des öffentlichen Sektors wird kontinuierlich fortgesetzt. Gerade findet die Privatisierung im medizinischen Bereich, in Bildung, Energie und bei der Eisenbahn in Südkorea statt. Ich glaube, es Korea ist ein gutes Beispiel für ein neoliberales Land.
Zwar scheint die Wirtschaft Südkoreas seit dem nationalen Moratorium des IMF zu wachsen, doch wächst die wirtschaftliche Ungleichheit schneller als die Wirtschaft selbst. Die oberen 20% verdienen fünfmal mehr als der niedrigen 20%, und diese Kluft nimmt kontinuierlich zu.
In einer Internetumfrage aus dem letzten Jahr (die Quelle gebe ich am Schluss an) ergab sich dass 71% der Büroleute selber als arm bezeichnen. D.h. sie verdienen nicht, wie sie erwarten.
Solches Mangelgefühl hat eine neue Mode erzeugt. Eine Fernsehwerbung begrüßte mit „werden Sie reich“. Sie wurde landesweit eine populäre Begrüßungsformel. Man denkt viel Geld zu verdienen, ist gleich „erfolgreich zu sein“. Wenn jemand schnell viel Geld gemacht hat, wird darüber gesprochen und im Fernsehen berichtet. Geld verdienen ist zum wichtigsten (Lebens)Ziel geworden. Vor einigen Jahren kam das „DAEBAK – Jackpot.“ auf. Normalerweise wird das Wort nur beim Lotto-Spiel gesprochen.
(생략가능)Heutzutage ist das alltägliche Gespräch ohne das Wort DAEBAK nicht mehr vorstell- oder kommunizierbar: Ich habe meine Prüfung bestanden! Oh DAEBAK!“ „Ich habe auf der Straße zehn Euro gefunden! Oh DAEBAK!“ „Der Gangnam Style von PSY ist auch in Deutschland Platz eins! Oh DAEBAK!!“

Die Koreaner reagieren auf einen Trend oder einer Mode sehr sensitiv. Leicht kann man bei vielen Koreaner Markensachen wie Louis Vuitton oder Prada-Tasche erkennen.
Der Trendzwang erzeugte in größerem Maß die „House Poor“, und „Car Poor“. D.h. Leute kaufen ihr Haus und das Auto auf Kredit, was in der Folge zu Schulden führt, die zur Armut führen, obwohl sie ein Haus und ein Auto besitzen.

(5쪽)
Andererseits sind die Arbeitsbedingungen sehr schlecht. Ein Südkoreaner arbeiten durchschnittlich 2092 Stunden im Jahr, was die Spitze der OECD Länder ist. Sommerurlaub oder Jahresurlaub wird sich von Kollegen bemerkt. Streiks und kollektives Handeln gelten als illegal, obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben ist.
Wer Streik riskiert gleich die Entlassung oder Disziplinarmaßnahmen.
Die Abbildung zeigt die Statistik der OECD Entwicklungsländern über die durchschnittliche Arbeitszeit.
Wie man hier sieht, arbeiten die Koreaner sehr viel. Trotzdem reicht die Rente nicht. Ein Arbeiter müsste bis über 70 Jahre alt noch verdienen, kann aber in einer Firma nicht länger als 20 Jahre arbeiten.
Wie ein Kriegsfeld!

6.
Es gibt zwei besondere Phänomene, welche die komplexen gesellschaftlichen Fragen gut nachvollziehbar machen.
Zunächst: die Bildung.
Ein alter Spruch sagt: „Drachen kommen aus einem kleinen Fluss". D.h. große Persönlichkeiten werden in kleinen Dörfern geboren! Leider das ist in Korea nicht mehr zu erwarten!
Weil in Korea eine große soziale Ungleichheit herrscht, entsteht große Interesse diese zu überwinden. Mehr als 70% der Schüler gehen zur Universität. In Deutschland sind es nur 40%.
Vor ein paar Jahren stand dies in der Zeitung und mein Kollege fragte mich: „Wer würd nun putzen?“ Meine Antwort lautete die Absolventen der Universität! Es gab sogar Nachrichten darüber, dass sich auch Jungen, die in den USA studierten, als Putzkräfte beworben haben.
Der hohe Drang zur Universität zu gehen, verursacht einen Boom der privaten Nachhilfe und des privaten Unterrichts, da die reguläre Schule nicht ausreichend ist. Im Jahr 2012 hat jede Familie ca. 13% ihres Einkommens für den Privatunterricht ausgegeben.
Kommen die Schüler endlich an die Universität, dann müssen sie weiter astronomische Semestergebühr zahlen. Daher sollten die Eltern sehr zahlungskräftig sein, um ihren Lebensstandard aufrecht zu halten!
Ein weiteres Phänomen ist: Alles muss Schnell gehen!
Soziale Ungleichheiten und starke Konkurrenz machen die Koreaner zu einer „Hochgeschwindigkeitsgesellschaft!“
Wer langsam ist, verliert seine Position. Langsamer zu sein als der andere bedeutet: Ich verliere. Ich bin faul.

Wie ich schon vorher sagte, „Reich werden“ ist zur höchsten Priorität geworden. Anders gesagt, andere Werte wie Ethik oder Moral werden dann geringere Priorität besitzen. Ich werde später noch mal darüber sprechen.

Ein überzogener Bildungswille, starke Konkurrenz und soziale Ungleichheit erzeugen jetzt schon große gesellschaftliche Probleme. Als Synonym dafür: Korea hat die höchste Selbstmordrate der Welt!
Von fünfzig Millionen Einwohner in Korea sterben jeden Tag 43,6 Personen durch Selbstmord! Das sind 31,7 Personen pro 100 000 Einwohner. Das entspricht dem doppelten OECD Durchschnitt von 12,9 Personen. Zum Vergleich: in Deutschland sind es 9,9 Personen.

7.
Korea ist nicht nur für seine hässlich hochragenden Apartmenthäuser berühmt, sondern auch für seine schönen Landschaften und Naturgegebenheiten. Dies widerspricht sich nicht, denn Korea besteht aus über 70% Gebirge. Auf dem verfügbaren Flachland wird meist mit sehr hoher Dichte gebaut. Die Hauptstadt Seoul ist zwar nur ca. 2/3 so groß wie Berlin, hat aber dreimal mehr Einwohner – nämlich 10,5 Millionen.
Nördlich – nur etwa 50km von Seoul – am 38° Breitengrad, liegt die Grenze zwischen Nord und Südkorea. Die Halbinsel Korea hat drei Seiten zum Meer und über 300 Inseln an der West- und Südküste.
Es gibt viele schöne Berge und Inseln aber die Energieressourcen und Bodenschätze sind so gering, dass 98% der Energieressourcen und 95% der mineralischen Ressourcen importiert werden.

8.
Wenn ich die koreanische Gesellschaft in nur drei Worten zusammenfassen würde, dann so: Wettbewerb Wachstum Jackpot!
1.: Wettbewerb (genauer gesagt Konkurrenz).
Ein unsicheres Sozialsystem nach dem Vorbild der amerikanischen neoliberalen Gesellschaft und ein leidenschaftlicher Bildungswille ermöglichen eine starke Konkurrenz untereinander.
Aus diesem Grund ist die traditionelle Kultur, der ein von Ort zu Ort dicht aufgebautes soziales Netzwerk zugrunde liegt, heute extrem verändert. Es zählen nur: Individualismus und Egoismus.
Damit ich bei dem Konkurrenzkampf überleben kann, habe ich wenig Interesse an den Schwierigkeiten und Schmerzen von anderen. So herrscht das Prinzip: Wer durch Konkurrenz verliert, stirbt in der Gesellschaft.
2.: Wachstum.
Korea ist klein. Es verfügt über wenige Ressourcen. Zerstört durch den Koreakrieg galt es, aus dieser Situation herauszukommen. Es gab nur eine Möglichkeit: wirtschaftliches Wachstum.
In Korea wird der Diskurs über die Vor- und Nachteile der Diktatur Park Chung Hee‘s nicht aufhören, da viele Leute denken, dass Korea dank der militärischen Diktatur überlebt hat.
3. Jackpot.
Im Januar sprach sogar Präsidentin Park Geun Hye davon: „Wiedervereinigung ist der Jackpot“
Ich glaube, dass Präsidentin Park damit gemeint hat: Wie beim Lotto kann man nur versuchen, das große Glück zu erlangen. Auch wenn dahinter mit großer Wahrscheinlichkeit das Scheitern droht.
Ich denke, viele Junge Leute verbinden mit dem Wort große, positive und glückliche Ereignisse.
Trotzdem habe ich bedenken. Warum packt sie ihre wichtige Politik in ein solch leichtfertiges Wort?

9.
An einem Beispiel möchte ich Ihnen die gesellschaftlichen Probleme und Widersprüche deutlich zeigen.
Wahrscheinlich besitzen viele von Ihnen ein Smartphone von Samsung. Vor einigen Jahren wurde die Firma durch ihre Computer, Notebooks und Fernsehgerät bekannt. Heute ist das Unternehmen der größte Hersteller von Smartphone auf der Welt.
Samsung ist das größte Unternehmen in Korea und erzeugt allein 16 % des gesamten Bruttoinlandsprodukt des Landes. Das Unternehmen produziert fast alles! Nicht nur elektronische Geräte wie Smartphones oder Unterhaltungselektronik werden hergestellt, sondern auch Hotels, Wohnungen und Pkws gebaut, Versicherung verkauft usw. Samsung ist eine umfassende Enterprise.
Allerdings wurde das Unternehmen, wie in Nordkorea, vom Vater auf den Sohn übertragen. In dem Prozess ums Erbe, erhielt Herr Lee Kun hee, der Präsident von Samsung, einen erheblichen Erlass der Erbschaftsteuer. Um seine gesetzlich vorgeschriebene Steuer reduzieren, soll er Politiker, Staatsanwälte, Richter und Medien umfangreiche Bestechungsgelder angeboten haben.
Es gibt ein Wort: „Samsung Stipendium“. Die Stipendiaten sind aber keine Universitätsstudierende, sondern diejenigen, die durch Bestechungsgeld keine Kritik an Samsung äußern. Da in fast allen Bereichen „Samsung Stipendiaten“ sitzen, befürworten sie Samsung bei Problemen und Gerichtsprozessen.
Samsung zahlt nicht nur weniger Steuern, sondern erzeugt ein kritisch soziales Problem.
Bei Samsung darf keine Gewerkschaft arbeiten. Der vorhandene Betriebsrat ist eine Marionette. Der Vater von Präsident Lee hatte entschieden, in der Firma keine Gewerkschaft zu erlauben, weil es keinen Mehrwert für den Betrieb machte. Sein Sohn, der jetzige Präsident, folgt diesem Prinzip weiter. Wer bei Samsung solche Ideen umsetzen will, wird von der Firma kontrolliert und gekündigt.
Im Herbst 2007, kam es vor der Küste Taean mit einem Öltankschiff von Samsung zu einem Unfall. 12000 Tonen Rohöl flossen ins Meer. Das Unternehmen hat dafür bislang keine Verantwortung übernommen. Dabei hatte das Unternehmen schon mit Hilfe der „Samsung Stipendiaten“ die Strafzahlung auf 3.8 Millionen Euro minimiert.
Vor kurzem wurde bekannt, dass 136 Arbeitnehmer, die in der Produktion von Halbleiterchips arbeiteten, an Leukämie leiden, von denen bereits 56 Menschen starben. Aber das Unternehmen und die „Samsung Stipendiaten“ behaupten, dass die Krankheit nichts mit der Arbeit zu tun habe. Lediglich 3 Personen wurden als Industrieunfällen angenommen.

10.
Die Abbildung oben links zeigt einen Zugvogel an der Taean Künste nach dem Öl-Unfall.
Darunter sehen Sie die Demonstrationsszene vor der Samsung Zentrale. Die Taean-Ortsbewohner und Umweltinitiativen forderten Samsung zur Verantwortung und Wiedergutmachung auf.
Rechts oben sehen Sie die Mitarbeiterin, Kim Kyoung mi. Sie litt an Leukämie verstarb im Jahr 2009. Darunter das Porträt eines verstorbenen Arbeiters, der wöchentlich über 60 Stunden arbeitete und nach wenigen Monaten starb.
Wirklich bedauerlicherweise. Das repräsentativste koreanische Unternehmen, das weltweit anerkannteste Unternehmen, das die meisten Smartphone verkauft, entspricht nicht den internationalen Standards von Unternehmensethik.

Daher denke ich, in diesem Unternehmen zeigt sich genau die Ansicht der koreanischen Gesellschaft.
Gerade läuft ein internationaler Gerichtsprozess zwischen Apple und Samsung, wer welche Idee oder welches Design gestohlen hat. Viele denken, wenn die Firma gute Ware produziert und dadurch viel Gewinn bringt und Arbeitsplätze schafft, dann darf die Firma von jeder Verantwortung frei sein.
Das ist die Idee von Samsung und ich denke, dass die meisten Koreaner dafür stehen würden.
Um in diesem Unternehmen zu arbeiten, haben letztes Jahr 200.000 Bewerber die Samsung Aufnahmeprüfung (verkürzt SSAT) abgelegt. Momentan werden in der Buchhandlung für die Vorbereitung auf diese Prüfung über 60 Tipps und Lehrbücher verkauft.

11.
Haben Sie ein wenig Einblick in koreanische Gesellschaft erhalten?
Ohne diesen Hintergrund ist es schwer den „Korea Green Growth“ zu verstehen.
Daher widme ich die Hälfte meiner Präsentation um die Kulisse darzustellen. Vielen Dank für Ihre Geduld.
Nun aber lass uns richtig über die Umwelt sprechen.
Wie in jeder Gesellschaft, so gibt es auch in Korea eine Debatte über die Natur.
Sollen wir die natürlichen Ressourcen für das Wirtschaftswachstum verwenden und es für unsere Generation ausrichten? Oder geben wir der Natur einen eigenen Wert für die zukünftigen Generationen?
Leider wird in Südkorea die Natur immer noch als Antriebsmotor für das Wirtschaftswachstum verstanden.
Korea ist als sog. BAU-Land (토건국가), mit einem hohen Anteil öffentlicher Baumaßnahmen bekannt. Laut einer Untersuchung, die auch die Schattenwirtschaft berücksichtigt, wird die Bauwirtschaft ca. 20% der BIP entsprechen. Insbesondere die Präsidentschaftswahl motiviert große Bauvorhaben. Das Saemangeum Wattenmeer wurde für die Landgewinnung auf 33km eingedeicht. Bergtunnel und Brücken für Schnellzüge werden weitergebaut. Mit großem Aufwand wurde natürliche Flüsse künstlich kanalisiert. Diese Maßnahmen entstanden alle durch Wahlversprechen.
Alle typischen Tiefbauprojekte beginnen mit den Präsidentschaftswahlen als Verpflichtung.
Nicht nur Umweltaktivisten, sondern auch viele Ökonomen warnen vor dem Bauboom. Sie sagen: Solange die Umwelt unter der alten Strategie des Wirtschaftswachstums geopfert, und nicht gleichrangig Schutz und Wachstum angestrebt wird, gäbe es keine nachhaltige Entwicklung.

12.
Ich werde über das koreanische Grüne Wachstum sprechen, das seit ein Paar Jahren Korea international als Umweltfreundliches Land zeigt.
Am Tag der Unabhängigkeit im Jahr 2008, erwähnte Präsident Lee Myung –bak das grüne Wachstum. Präsident Lee war der ehemalige Chef eines großen Baukonzerns. Als er darüber sprach, waren die Umweltschützer und Organisationen zunächst überrascht. Aber die Inhalte des Grünen Wachstums machen schnell seine Grenzen deutlichen.
Erstens, Präsident Lee Myung -bak erklärte zum Ziel des grünen Wachstums folgendes:
(1) umweltfreundliche Projekte als ein neuer Wachstumsmotor
(2) dadurch wird die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöht, und
(3) die Reaktion der internationalen Gemeinschaft zum Thema Klimawandel wird verbessert.
Bis dahin war alles ok.
Aber um diese Ziele zu erreichen, würde er gerne vier Flüsse modernisieren und mehrere Atomkraftwerke erweitern. Das haben die Bürgerinitiativen kritisiert. Für sie galt sein Grünes Wachstum eher einem grünen Waschen (Grün Washing). Das Wort „Grün“ wurde genutzt um damit die Umweltzerstörung zu waschen.

13.
Wir schauen uns einmal das vier Fluss Modernisierungsprojekt näher an.
Das sind eine Reihe riesiger Projekte mit einer insgesamt 634km langen Strecke. Die vier großen Flüsse Südkoreas sollten modernisiert werden, um Hochwasserschutz, Verbesserung der Wasserqualität und Schaffung von Arbeitsplätzen zu gewährleisten.
Während seiner Zeit als Präsidentschaftskandidat, hat Herr Lee Myung-bak in Deutschland den Rhein-Main-Donau-Kanal (RMD) besucht und in Korea einen Kanalbau angekündigt. Aber als Präsident wurde er stark kritisiert wegen des Projekts. Also hat er das Projekt in das vier Flussverbesserungsprojekt umbenannt.
Damit er das riesige Projekt innerhalb der fünf Jahre seiner Amtszeit fertig stellen konnte, gab es an vielen Stellen ordnungswidrige Verläufe. Z.B.: obwohl das Projekt ca. 15Miliarden Euro kosten würde, hat er vor der Parlamentsentscheidung schon mit dem Bau angefangen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde innerhalb von vier Monaten fertig. Normalerweise dauert es mindestens ein Jahr. Kern des Geschäfts war der Bodenabbau des Flusses und 16 Dämme zu bauen. Dadurch entstanden aber große Seen. Was waren die Folgen?

14.
Wie Sie auf dem Bild sehen: Die natürlichen Flussbecken wurden riesige Baustellen.
Die Bilder links zeigen sie vor und nach dem Bau.
Das reche Bild zeigt, dass das Wasser grün wurde. Eine Wasserblüte (녹조) . in koreanischen Café gibt es ein Getränk namens „grüntee Latte“. Daher kam das Wort Grünalgenlatte. Wenn die Temperatur im Frühling steigt, dann wird der große Fluss im Aussehen fast wie Grünalgenlatte.
Professor Hans Bernhart vom Karlsruher Institut für Technologie rät, dass die einzige Lösung zum Rückgang der Grünalgenlatte nur der Abbau von der 16 Dämme wäre. Damit wären die 15 Milliarden Euro an Investition nur Steuerverschwendung gewesen.

15.
Ein weiteres Großprojekt des grünen Wachstums ist die Erweiterung von Atomkraftwerken.
In Südkorea sind 23 AKWs in Betrieb. Damit betreibt Korea doppelt so viele AKWs wie Deutschland. Fünf AKWs befinden sind noch in der Bauphase. Im Jahr 2009, als er mit den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Exportvertrag für koreanische AKW‘s unterzeichnete, fing er an in der Öffentlichkeit über die Erweiterung zu sprechen.
Auch im Frühjahr 2010, hat er für die Erweiterung von 18 AKWs bis zum Jahr 2030 angekündigt. Im März 2011 Fukushima Unfall passierte,
Präsident Lee Myung-bak versicherte 'Südkoreas AKWs seien sicherer als von Japan. "Krise ist eine neue Chance! "," Sie fliegen doch mit dem Flugzeug, obwohl Sie Angst haben dass das Flugzeug abstürzen kann. "

16.
Park Gun-Hye Regierung hat gleiche Strategie als Vorher Lee Myung-bak Regierung.
Wirtschaftliche Entwichlung ist ihre Priorität. Die Hauptsache ist Deregulierung. Um viele Entwichelende Projekte weiter zu machen, werden die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Meinung von Bürgern vereinfacht.
AKWs werden auch ausgebaut. Laut des 2 Nationalen Energieplans werden 18 neue AKWs bis 2035 aufgebaut.

17.
Korea ist so genannt als das Land, das so starke Zivilgesellschaft hat. Nach Juni Demokratiebewegung in 1987, wurden viele Umweltschutzorganisationen gegrundet. Die haben viele Bewegungen gemacht, z.B. Dong Fluss Staudamm zu blockieren, Opposition gegen AKWs, Golfplätze, GMO usw.
Wegen Ihre viele starke Aktivitäte, kritisieren manche Leute, dass die Umweltschutz Organizationen machen immer gegen alles Oppostion.

Erfolgrieche Einfluss von Grünen Partei in Deutschland zu folgen, wurde die Grüne Partei in Südkorea endlich etabilisiert. Aber ist es jetzt Anfangsphase.

(18)
Oben Links ist Dong Fluss, wo Staudamm aufgebaut werde, Unten links ist eine Demonstation auf Han Fluss in Seoul mit den typischen kleinen Schiffe.
Rechtseite sehen Sie die Logo von der koreanischen Grünen Partei.

(19)
Das ist mein letzten Teil der Presäntaion. Gestern Abend haben wir über die koreanischen Kirchen diskutiert. Ich hab Theorogie gar nicht studiert. So ist es so unsicher. Aber ich kann ein Tendenz zu Ihnen vorstellen.
In Südkorea leider spielen die Kirchen als Kraftquelle für Leistungsträger.
Kirche-Individualismus gült in der Koreanichen Gesellschaft. Das bedeutet, dass alle Kirchen in Korea als privat Unternehmen spielen. Pfarrer´Monatsgehalt kommt von dem Beitrag von Mitgliedern. Das heißt, die Zahl der Mitglieder so wichtig ist.
Um auf der so schlechten Konkurrenz zu überleben, interesieren sich die meisten Leute in Korea über nur idividuelle Erlösung und selbstbezogener Glaube, werden die Kirchen wie Aladdins Wunderlampe. Z.B. jedes Jahr vom Sommer bis November werden fast alle Kirchen die Beten Plätze für gute Universität eingehen. Leuten beten für Ihre Profit oder persönlichen Erfolg, und Pfarrer beten für Ihre Mitgliedern. Sozial aspekte, z.b. Politik Probleme oder AKWs Katastrophe können die Predigt Thema nicht werden. Während alle Junge Leute bei Samsung arbeiten möchten, dürfen die Pfarrer Samsung nicht kritisieren.

Trotzdem gibt es auch einigen Hoffnungen.
Als Salz, wie 3.5% der Ozeane Wasser, folgen die kleine Teil der Kirchen so wie der christlicher Umwerltorganizationen die Schöphers Intention.

(20)
Die Organization Greenchirist ist ein Beispiel.

Korea ist OECD Staat, aber gleichzeit ist auch entwichlender Staat insbesondere im Kliamkonferenz. Das zeigt uns, dass Koreaniche Entwichlung oder koranische Wachstum Widerspruch hat.

(21)
Als ich den Vortrag vorbereiten habe, kommen die Bibel Sätze zu mir.
Wann kommt die nachhaltige grüne Licht zu Korea? Was sollen wir machen für das?

Vielen Dank für Ihre Aufmeksamkeit.




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