Aus der Geschichte des AEPM

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1984 - 1945 - 1952 - 1968 - 1972/73 - 1992

AEPM - Allgemeiner Evangelisch-Protestantischer Missionsverein

Der 10. Jahresbericht des AEPM von 1894    hier.

Die Gründung der DOAM findet 1952 in Hamburg statt. Diese Gründung war durch die Trennung der 1945 in Schaffhausen gegründeten Schweizerischen Ostasien-Mission von der "Ostasienmission" (bis 1929: AEPM) notwendig geworden.

Der Allgemeine Evangelisch-Protestantische Missionsverein (AEPM oder gelegentlich auch AEPMV) hatte immer wenig Missionare.

In einem Jahresbericht von 1904 schreibt Missionsinspektor Witte: "Wir sagen es offen heraus: wir s i n d schwach. Wie klein sind unseres Geldmittel gegenüber den großen Summen, die den alten Gesellschaften zur Verfügung stehen. Klein ist daher auch die Zahl unserer Missionare draußen; bescheiden und sparsam wird das ganze Werk betrieben. Unscheinbar verschwinden unsere Predigthäuser in Japan neben den prächtigen, hcohragenden Kirchen, die die Angelsachsen erbaut haben. Und in der Kleinheit unseres Werkes findet sich, wie in allem Menschenwerk, noch dazu mancherlei, was nicht gut und gesund ist: Die Not unserer großen Schulden, die Interesselosigkeit weiter Kreise hier in der Heimat und die Unvollkommenheit auch des Besten, was wir wollen. Dazu die andern, die uns sagen: was müht Ihr Euch, verwendet Zeit und Kraft auf bessere Dinge. Es ist doch umsonst! Und schließlich die, die nicht müde werden, uns entgegen zu halten: Ihr k ö n n t auch gar nichts Rechtes wirken, denn Euch fehlt der wahre Glaubensgrund..."

"Ja wir sagen es frei heraus: wir s i n d schwach, wir wissen es, auch ohne daß andre es uns sagen. Aber unsre Schwachheit läßt uns nicht verzweifeln, und das Urteil andrer drückt uns nicht nieder...."

"Wir beugen uns, aber nur vor Gott, vor dem wir alles gern bekennen, was wir an unserem, nein, an seinem Werk nicht recht getan, was wir versäumt, dass wir noch immer sagen müssen: wir sind schwach."

 

Wichtige Jahreszahlen

4.Juni 1884
Gründung des AEPM

1929
Umbenennung in Ostasienmission

1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2001
Satzungsänderung (Auszug)

2002
Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

 

Ostasienmission  OAM

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte...

 

Miss. Schroeder 1912

Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission:
"Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt.
Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt.“

 

 

Die Missionare des AEPM

in Japan bis 1894:

Spinner, Wilfried 1885-91
Schmiedel, Otto 1887-92
Diercks, Auguste 1889-94
Munzinger, Carl 1890-95
Brinkmann, Fr. 1892-93
Christlieb, Max 1892-99

in China (Shanghai) bis 1894:

Faber, Ernst 1885-99
Kranz, Paul 1892-1902
Hackmann, H. 1894-


Bericht von einer Taufe 1911

Im 28. Jahresbericht des AEPM über das Jahr 1911 berichtet Missionar Emil Schroeder von den spezifischen Schwierigkeiten in Japan Christ zu werden. und erzählt dann von einer Taufe in Kamitomisaka/ Tokyo:

"Es wurde ein Lehrer getauft. Pfr. Takano stellte ihn vor. Er begrüßte ihn mit herzlichen Worten. Dann trat der Herr selber vor den Altar und schilderte nun, wie er einmal von einem Freunde in eine christliche Kirche mitgenommen worden sei. Da habe ihn, der bisher gleichgültig an der christlichen Lehre vorübergegangen sei, gepackt, wie der Prediger von dem Glück des Vertrauens auf Gott geredet habe. Das sei zehn Jahre her. Immer, wenn er in eine schwierige Lage gekommen sei, habe er an diese Worte denken müssen. Aber dann habe er wieder ohne Nachsinnen weiter gelebt. Er habe nun einen Freund, der Christ sei. Mit dem habe er öfters über christliche Fragen gesprochen. Das habe ihm Lust gemacht, mehr zu hören. So sei er zu Pfr. Takano gekommen. Der habe ihn unterwiesen und nun bäte er um Aufnahme.

Pfr. Takano legte ihm nach diesem Bekenntnis das ernste Taufgelübde dar und auf das ernste Versprechen hin taufte er ihn.

Ein Gemeindeglied begrüßte ihn nun als Bruder und bat, zu ihnen Vertrauen und Freundschaft zu haben, sie wollten auch treu zu ihm sein. Auch eine Frau begrüßte ihn herzlichst.

Nach dem Gottesdienst feierte man eine Agape, d.h. wie die alten Christen taten, tat man auch diesmal, man feierte das Abendmahl zusammen und aß nachher gemeinsam das Mittagsmahl."

 

Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM

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1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan

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