ST2017 - Diakonie in Korea und BRD

Studientagung der DOAM
in der Evangelischen Akademie Meissen, 22-24. Nov. 2017


Einladung:     22. - 24. November 2017
                       Evang. Akademie zu Meissen


Gesellschaftliche Verantwortung und diakonisches Handeln.
Was lernen wir voneinander in Süd-Korea und Deutschland?

Die gegenseitigen Anregungen reichen zurück in die 1970er/ 80er Jahre. Zu der Zeit hatte das Volk (Minjung) in Süd-Korea stark unter politischer und sozialer Unterdrückung zu leiden. Theologen begannen das Evangelium mit den Augen des sich nach Freiheit und Würde sehnenden Volkes zu lesen. Ihre unter Menschenrechtskämpfen und Verfolgung ausgeprägte Theologie wurde deshalb weltweit in der Ökumene als Minjungtheologie bekannt, sie gilt als Widerstandstheologie gegen die Militärdiktatur. Von ihr gingen diakonische Impulse für Sozialreformen und eine Erneuerung des Protestantismus im Land aus. Für Ju-min Hong aus Seoul ist sie eine diakonische Theologie im Dienste der kleinen Leute.

Minjungtheologen haben sich von sozialethischen Entwürfen deutscher Theologen anregen lassen und sie ihrerseits beeinflußt.

Zur selben Zeit nahmen deutsche Theologen die Frage auf, wie die Kirche diakonischer werden könne. Auch ihnen ging es um Erneuerung. In der Ökumene war das Erbarmen als eins der zentralen Elemente des Gesetzes Gottes wieder entdeckt worden. Von daher bekam die Kultur des Erbarmens mit ihrem Blick für das fremde Leid zunehmend Bedeutung. „Die Armen sollen mit Verläßlichkeit Erbarmen erfahren. Dieses Erbarmen drängt auf Gerechtigkeit“, betonten die Kirchen in Deutschland 1997.

Dieser Anspruch gilt in den Kirchen beider Gesellschaften. Wir laden herzlich nach Meissen ein, um sich darüber konkret zu informieren und auszutauschen.


Ein Flyer mit vollständigem Programm und Anreise/Anmeldung folgt später


Das vorläufige Programm:

22.11.2017

15:00 Begrüßung, Vorstellung und Einführung

15:30 Zur gesellschaftlichen Situation und den diakonischen Herausforderungen in Südkorea
Hong Ju-Min, Diakonische Einrichtungen in Seoul

16:30 Zur gesellschaftlichen Situation und den diakonischen Herausforderungen in Deutschland
Direktor Christian Schönfeld, Diakonisches Amt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Radebeul

19:30 Bilder der Reformation in Sachsen
OLKR i.R. Dr. Christoph Münchow, Radebeul


23.11.2017

09:00 Bibelarbeit
Rhee, Kwon-Ho (Südkorea), ems Stuttgart, mit Frau Phd. Gabriele Mayer, ems Stuttgart

11:00 Die Minjungtheologie und Diakonie
Dr. Ju-Min Hong, Diakonische Einrichtungen in Seoul

11:45 Unterwegs zu einer flüchtlingsbereiten Kirche. Konkretionen einer Theologie der Diakonie
Dr. Birgit Susanne Dinzinger, Abteilungsleiterin Migration und Internationale Diakonie im Diakonischen Werk Württemberg

15:00 Gruppenarbeit: Themen und Arbeitsfelder
1. Arbeit mit Geflüchteten und Asylsuchenden
2. Das Recht auf Erbarmen – biblische Wurzeln und die Herausforderung für unser Handeln
3. Vorschlag: Initiative „anders wachsen“
4. Koreanische Migrationskirchengemeinde und ihr Umgang mit den diakonischen Herausforderung ihres Umfeldes:

24.11.2017

09:20 Verhältnis von Diakonie und Mission: die Missionserklärung von Busan

10:45 Feedback: Rückmeldung durch Dr. Ju-Min Hong

12:00 Wort auf den Weg

Ende der Studientagung 2018.






Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM

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