Mahnmal für Sinti & Roma: Berlin 2012

Mahnmal für Sinti und Roma, Berlin 2012

Einweihung des nationalen Denkmals in Berlin am 24. Oktober 2012

Zentralrat
Deutscher Sinti und Roma
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22. Oktober 2012

Pressemitteilung

Romani Rose zur Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas :

"Erinnerung an den Völkermord wird Teil des historischen Gedächtnisses unsres Landes"

In seiner Rede zur Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas würdigt Romani Rose die Teilnahme von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Sie erweisen damit unseren Menschen die Ehre und den Respekt vor ihrem Schicksal."

Dem Völkermord der Nazis fielen über 500.000 Sinti und Roma in Europa zum Opfer.

Dani Karavan habe sich intensiv mit dem Leid der Opfer auseinandergesetzt und mit seinem Denkmal ein Kunstwerk geschaffen, das Raum gebe, der unzähligen Opfer zu gedenken. Santino Spinelli habe mit seinem Gedicht „Auschwitz" Worte gefunden für das Unsagbare des Völkermordes, die Dani Karavan in sein Kunstwerk aufgenommen habe, so Rose.

Mit dem Ort des Denkmals in unmittelbarer Nähe zum Reichstagsgebäude und zum Brandenburger Tor sowie zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas sei für die Überlebenden und ihre Angehörigen sowie für die gesamte Minderheit in Deutschland und in Europa Ausdruck der Verpflichtung, Antiziganismus ebenso wie Antisemitismus zu ächten.

Dies sei angesichts des neuen, zunehmend gewaltbereiten Rassismus gegen Sinti und Roma in Deutschland und in Europa von entscheidender Bedeutung nicht nur für die Sicherheit von Minderheiten, sondern vielmehr noch für den Bestand unserer Demokratie, so Rose. Dieser neue Rassismus werde nicht nur von rechtsextremen Parteien und Gruppierungen getragen, sondern er finde immer mehr Rückhalt in der Mitte unserer Gesellschaft.

Herbert Heuss
Ltd. Wissenschaftlicher Mitarbeiter
herbert.heuss@sintiundroma.de

 

Programm der Einweihungsfeier am 24. Oktober 2012

 

Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM

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