Köln/Bonn: Pfrin SASAKI Ryoko

Japanische Evangelische Gemeinden in Deutschland

Seelsorge und Mission in Partnerschaft
Japanische Christen erfahren sich als kleine Minderheit

Einführung Pfarrerin SASAKI Ryoko in Köln


Predigt von Pfrin SASAKI Ryoko
bei ihrer Einführung am 26.6.2016 in Köln/Bonn
(jap. Version weiter unten)

Segensversprechen

Herzlichen Dank, dass Sie am heutigen Tag so zahlreich für unsere Gemeinde hier erschienen sind. Es stärkt uns und spornt uns sehr an, dass Sie unsere kleine Gemeinde stets mit Ihrem Gebet unterstützen. Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam Gottes Wort lauschen können.
Für die Japanische Evangelische Gemeinde Köln/Bonn hat bereits im April eine neue Zeit begonnen, aber heute machen wir durch die Einführung erneut einen ersten Schritt. Was ein erster Schritt bedeuten kann, wollen wir heute am Beispiel von Abrahams Glauben betrachten.


1. Abenteuer Glauben

Aus 1. Mose 12 entnehmen wir, dass Gott Abraham anspricht. Im Brief an die Hebräer 11,8 aber steht, dass er auszog, „und wusste nicht, wo er hinkäme“. Das Land Kanaan war Abraham zugewiesen worden, aber er war nie dort gewesen. Es war wahrhaftig ein Abenteuer für ihn, seine Reise an einen Ort weiter fortzusetzen, an den ihn Gott führen sollte.

Die Geschichte von Arimasa MORI (*30.11.1911- †18.10.1976)
Als Sohn eines Pfarrers war Mori von Kindesbeinen an ein gläubiger Christ und ein bekannter japanischer Philosoph und Denker. Über Abenteuer äußert er sich wie folgt:
„Ein wahres Abenteuer besteht nicht zwangsläufig darin, den Süd- oder Nordpol zu erkunden. Abenteuer erleben wir vielmehr, wenn wir mit Neuem in Berührung kommen, selbst erneuert werden und unser Leben danach ausrichten und konsequent durchziehen.“
Er sagt damit auch, dass es das Gegenteil von Abenteuer ist, wenn wir nur das aufnehmen, was uns gefällt und brauchbar erscheint und alles andere beseitigen. Wenn wir zwar Neuem begegnen, aber steif dastehen und nur uns passende Dinge übernehmen und unpassende wegwerfen, verändere sich in dem Moment grundsätzlich nichts. Das steife Selbst sei dann alles und werde nicht erneuert.

Im Gegensatz dazu seien es Abenteuer, die durch unerwartete Ereignisse, durch Begegnungen, Begebenheiten, Ideen oder Prüfungen von Gott, nicht nur unsere äußeren Umstände verändern, sondern etwas Neues in uns wachsen lassen. Das sei Abrahams Glauben. Abraham gehorchte der Stimme Gottes und ließ sich von ihr in eine unbekannte Zukunft führen. Dies zeugt von seinem Glauben, aber dadurch wurde er selbst verändert.
Glaube ist die Einstellung, dass durch unerwartete Ereignisse oder Aufträge Gottes das Selbst niedergerissen, aber auch wiederaufgebaut, verändert, erneuert wird.

Glaube bedeutet nicht Überzeugung oder Gewissheit, sondern Erwartung und Hoffnung darauf, dass Gott uns erneuert, auch wenn wir nicht wissen, was auf uns zukommt. Glaube ist die Einstellung, dass durch unerwartete Ereignisse oder Aufträge Gottes das Selbst niedergerissen, aber auch wiederaufgebaut, verändert, erneuert wird.

Glaube bedeutet nicht Überzeugung oder Gewissheit, sondern Erwartung und Hoffnung darauf, dass Gott uns erneuert, auch wenn wir nicht wissen, was auf uns zukommt.

2. Vertrauen auf Gott

Abraham konnte in eine ungewisse Zukunft aufbrechen, da er durch den Glauben an Gott auch Vertrauen zu ihm hatte. Wie er konkret dieses Vertrauen hatte aufbauen können, ist in 1. Mose nicht ersichtlich. Eines Tages wird ihm unvermittelt von Gott aufgetragen, „Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. (1. Mose 12,2) “

Im Hebräerbrief 11,11 jedoch steht „Er hielt Gott ..... für vertrauenswürdig“. Abraham glaubt dem Herrn, der ihm sein Versprechen gegeben hat. Auch sonst wird im Hebräerbrief das Wort „Versprechen“ immer wieder erwähnt. Gott ist niemand, der seine Werke unvollendet unterbricht oder verwirft. Gott ist wahrhaftig, daher hält er seine Versprechen immer. Abrahams Glaube war der Weg, Gottes Versprechen stets zu vertrauen.

Gott hat auch für unsere Gemeinde eine Zukunft (ein gelobtes Land) vorbereitet. Heute weiß noch niemand von uns, was auf uns zukommt, aber wir wollen wie auch schon Abraham an den alle Versprechen einhaltenden Gott glauben und unsere Reise fortsetzen. Auch wenn wir das Ende unseres Wegs nicht sehen können, Gott hat alles im Blick, und er kennt sein Ziel.

Möglicherweise weicht unser Weg grundlegend von unseren eigenen Plänen ab. Aber Kirche sein bedeutet, allen Dingen, die Gott für uns vorgesehen hat, zu vertrauen und unseren Weg im Glauben an ihn zu gehen. Und Kirche ist die Gemeinschaft derjenigen Menschen, die auf die Versprechen des gütigen, wahrhaftigen Gottes eingehen.

3. Der Weg, Gottes Plan zu folgen

Im selben Zusammenhang wird in 1. Mose 11 der Weg derjenigen aufgezeigt, die im Gegensatz zu Abraham, der Gott ins gelobte Land gefolgt ist, genau in die entgegen gesetzte Richtung gegangen sind. Sie sprachen „Ans Werk! Wir machen Ziegel aus Lehm und brennen sie! ... Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt.“ (1. Mose 11,3-4) Es geht hier um den Turmbau zu Babel, bei dem die Menschen entschieden und planten. Der Mensch dachte, selbst zu planen und sich einen Namen zu machen, seien Erfolg und Glück des Lebens, aber Gott machte diese arrogante Idee zunichte.

Das wahre Glück ist nichts, das der Mensch durch eigene Planung und Mühe erhält, sondern etwas, das Gott für uns Menschen vorbereitet hat.

4. Das Glück der 180°-Wende im Leben

Durch den Verlust meiner Kinder kam ich erst dazu, mit meinem Onkel als Pfarrer in die Kirche zu gehen und mich als Christin taufen zu lassen. Bevor ich meine Kinder verlor, hatte ich eine bestimmte Vorstellung von meinem Leben. Genauso wie die Erbauer des Turms zu Babel war ich davon überzeugt, dass mich mein eigener Entwurf und die eigene Durchführung des Lebens zum Glück führen würden. Daher schien mein Leben durch den unerwarteten Tod meiner Kinder abrupt beendet. Ich hatte versagt. Durch die Begegnung mit Jesus Christus aber wurde ich von innen verändert. Von der Lebensplanung in Eigenregie kam ich zu einem Lebensentwurf als Christin nach Gottes Willen und zu einem Leben voller Freude darüber.

Mein Weg führte mich als Pfarrerin (vorher absolut nicht im Plan) sogar nun zur Mission nach Deutschland. Glauben bedeutet nicht, seinen eigenen Willen durchzusetzen oder eigene Ideen zu verwirklichen, sondern dass die eigenen Ideen verworfen werden, um an Gott zu glauben und nach seinem neuen Plan zu gehen. Das durfte ich dankbar erfahren.

Wir Menschen haben eigene Ideen und auch Lebensentwürfe, aber nicht wir sind Herr über unser Leben. Jesus Christus, der uns geschaffen hat, der uns liebt und errettet, ist Herr über unser Leben, nicht wir. Er allein weist uns unser Ziel.

5. Der künftige Weg unserer Japanischen Evangelischen Gemeinde Köln/Bonn

Wir sind zwar nur eine kleine Gemeinde, aber dürfen auch heute noch hier in Deutschland sein. Gerade im vergangenen Jahr befanden wir uns in der schwierigen Situation, ohne Pfarrer zu sein, aber die Tatsache, 38 Jahre lang ohne Unterbrechung zu bestehen, zeigt uns, dass in jedem Fall Gottes gesegneter Plan zugrunde liegt.

Es wird sicherlich auch in Zukunft immer wieder Widrigkeiten geben, aber solange wir an Gottes gütiges Versprechen glauben und seinen Weg weitergehen, wird unser gesamter Weg zum Gelobten Land werden. Es wird sicherlich auch in Zukunft immer wieder Widrigkeiten geben, aber solange wir an Gottes gütiges Versprechen glauben und seinen Weg weitergehen, wird unser gesamter Weg zum Gelobten Land werden.
Amen.

 


創世記12:1~9 へブライ人への手紙11:8~12    
2016.6.26 ケルン・ボン日本語キリスト教会就任式

「祝福の約束」


本日は私たちの日本の教会の為に多くの方がおいでくださりありがとうございます。
心から感謝いたします。
私たちの小さな教会の為にいつも祈り、支えていてくださっていることは私たちにとって大きな力と励みとなっています。
そして今日はこのように、ご一緒に神の御言葉を聞ける幸いを嬉しく思います。
ケルン・ボン日本語キリスト教会は4月から新しいスタートを既に始めていますが、この就任式によって、改めて新しい一歩を踏み出しました。
新しく踏み出すということはどのようなことか、アブラハムの信仰を見ていきたいと思います。

1、冒険的信仰

創世記12章を見ると、神がアブラハムに声をかけられたことが記されているが、へブライ人への手紙11:8では「行き先も知らずに出発したのです」となっている。
カナンの地へと示されたが、彼は見たこともない土地である。
神さまが導かれるところへ旅を続けて行くという、正に彼にとって冒険であった。

森(もり) 有(あり)正(まさ)氏の話
1911.11.30生まれ~1976.10.18没(40年前没)
彼は牧師であった父親の影響で幼い頃からのクリスチャンで、日本の有名な哲学者・思想家であるが、冒険に関して次のように述べている。
「真の冒険は、何も北極や南極探検ではない。新しいものに触れて、自分もまた新しくされて行くとき、そういう生き方を貫いていく時に、私たちは冒険を味わう」といった。
自分の都合のよいものだけを取りいれて、都合に合わないものを排除してしまうような生き方は冒険の反対だということを言っている。
全く新しいことに出会っても、固い自分がそこにいて、都合の良い部分だけを取り入れて、気に入らないものは全部捨ててしまう。
そうした時、基本的には何も変わらない。
結局固い自分がすべてで、新しくならない。
それに対して、冒険というものは思いがけない出来事によって、特に神様が与えてくださる思いがけない出会いや出来事や考え試練によって、自分の外側だけでなく自分の中に新しいものが生まれてくる、これがアブラハムの信仰だという。

アブラハムは神様の導きに従い神の声に応答して、行き先知らずして出て行った。
それがアブラハムの信仰だが、このことによって彼自身が変えられていった。
神様がくださる思いがけない出来事や、語りかけによって自分が崩され、変えられていく、新しくされることを期待する姿勢が信仰。
信仰とは確信があって進むのではなく、そこに何があるのか分からないけれども、神様が何か私に新しいことを期待して従っていくことである。

2、神様に対する信頼

アブラハムが行き先知らずして出て行くことができたのは、その信仰が神様に対する信頼である。
彼がこれまで、その信頼をどのように培ってきたのかは創世記を見てもわからない。
ある日、いきなり神様がアブラハムに「あなたは生まれ故郷 父の家を離れてわたしが示す地に行きなさい。わたしはあなたを大いなる国民にし、あなたを祝福し、あなたの名を高める。祝福の源となるように。」(創世記12:2)と言われた。
しかし、ヘブライ人の手紙11:11では「約束をなさった方は真実な方であると、信じていたからです。」と、アブラハムは約束してくださった神を信じたのである。
「約束」という言葉が、ヘブライ人の手紙では繰り返されている。
神様は御業を途中で断念したり、放棄されたりしないお方である。
神様は真実な方であるから約束は必ず果たしてくださる。
アブラハムの信仰は神様の約束を信じ続けた歩みであった。

神様は私たちの教会に対しても示す地を準備してくださっている。
それは今は誰にも分からないが、アブラハムの如く約束を果たしてくださる真実な神を信じて歩み続けていきたい。
私たちには見えていない行先でも、神様には全てが見えていて、神様の目標がある。
もしかしたら、私たちが予定したいたことと全く違う歩みをするかもしれない。
しかし、これからの全ての出来事を用意してくださる神様、真実な方を信頼して歩んでいくのが教会である。
そして教会とは、この恵み深い真実な神の約束に応じる者の集いである。

3、神様の計画に従う歩み

神様が示す地へと従っていくアブラハムの人生とは全く対照的な歩み方をした人々のことが同じ創世記の11章に記されている。
彼らは「れんがを作り、それをよく焼こう・・・さあ、天まで届く塔のある町を建て、有名になろう。」(創世記11:3~4)
バベルの塔の話だが、これは人々の決意であり、計画だった。
人は自分の計画を立て、そして名誉を持つことが人生の成功者であり、それが幸いだと考えたが、そのような人間の傲慢な思いは神様によって崩された。
本当の幸いは人間が計画して努力して獲得していくものではなく、神様から与えられた、用意されたものを受け取ることである。

4、人生180度転換の幸い

私は子どもを亡くしたことによって、牧師である叔父に導かれて教会に通いバプテスマを受けてクリスチャンになった。
子どもを亡くす前は、私には思い描いていた人生の計画があった。
正にバベルの塔を作った人々のように、自分の人生は自分で計画をし、思いを成し遂げることが人生の幸福だと思っていたから、子どもを亡くしたことによって自分の計画が断絶され、全てが終わったと思った。
私の人生は失敗だった思った。
しかし、クリスチャンになってイエス・キリストと出会い自分の内側が変えられた。
自分の人生を自分で決定していく歩みから、神様が用意された道に従っていく幸いを知る信仰者へと変えて頂いた。
私の計画には全くなかった牧師という道を歩ませて頂き、更にこのようにドイツで宣教するものへと導かれた。
信仰とは自分の思いを通し、思いを成し遂げることではなく、自分の思いが崩され神様を信じて、新しい歩みをすることだということを経験させて頂いた。
人は自分の思い、人生設計があるが、私たちの人生の主は私ではない。
私たちを創造され、私たちを愛し、救ってくださるイエス・キリストが人生の主であって、私たちではない。行き先は、イエス・キリストのみが定めてくださる。

5、これからのケルン・ボン日本語キリスト教会の歩み

私たちの教会は小さな群れではあるが、このように今もドイツの地に建てられている。
特に昨年は牧師不在という状況ではあったが、38年間存続しているということは、必ず神様が用意されている祝福の計画があると信じている。
これからも困難なことはあるだろうが、神様の祝福の約束を信じて歩み続けるならば、歩んだ全ての道は祝福の地となっていく。
イエス・キリストは御業を行いつつ私たちのために道を開きつつ、前進されるお方である。
牧師である私を含めて私たちは特別な資質を持っている訳でもなく、頑張って生き抜くものでもない。
ただ罪赦されて復活の命を頂いて、救い主イエスの導きを信じて歩み続けるだけである。

祈り
恵み深い神、私たちの教会の新しい歩みをあなたの御前に差し出しています。この教会にあなたに従う信仰をこれからも豊かに与えてください。私たちを創造し、命を与え、祝福を用意してくださるあなたを見上げて歩んでいきます。どうか私たちたちを内側から変えて、あなたの祝福に従がうものとなしてください。
主イエス・キリストの御名によって、この祈りを御前におささげいたします。アーメン。








 

 

Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM

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