Veranstaltungen 2016

Gedenken 2016
Der Arbeitskreis "Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg" unterstützt und fördert Gedenkveranstaltungen.


6. Dezember 2016  Hildegard-Lagrenne-Preis an M. Krausnick
19:00 Im Romno Kher, Mannheim
Aus der Einladung:
die Stadt Mannheim würdigt mit dem Hildegard-Lagrenne-Preis engagierte Persönlichkeiten, die sich vorbildhaft für Toleranz, Menschenrechte und Bildungsgerechtigkeit in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar einsetzen. Mit dem Preis zielt sie ab auf die Schaffung von nachhaltigen Anerkennungs- und Teilhabestrukturen für die Minderheit der Sinti und Roma in der Gesellschaft, um Diskriminierungserfahrungen zu minimieren und gelingende Bildungsprozesse zu gestalten. Der Hildegard-Lagrenne Preis ist ein Weg, die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Zielsetzung zu lenken und zu einer Bekämpfung des Antiziganismus beizutragen.
Der Hildegard-Lagrenne-Preis ist mit einem Preisgeld von 5.000,00 Euro verbunden
und würdigt neben dem Preisträger auch das Engagement und Lebenswerk der Namensgeberin. Hildegard Lagrenne lebte seit 1951 bis zu ihrem Tod 2007 mit ihrer Familie in Mannheim. Sie überlebte Ausschwitz und formierte im Nachkriegsdeutschland die erste Sinti-Bürgerrechtsbewegung.
 2016 wird der Hildegard-Lagrenne-Preis an Herrn Michail Krausnick verliehen. Michael Krausnick ist Autor und erinnert in seinen Werken an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma.
 
Wir laden Sie zur Preisverleihung im Namen der Stadt Mannheim und des Landesverband deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg
        am 6.12.2016 um 19:00 Uhr im RomnoKher B7, 16, 68159 Mannheim
 herzlich ein.
Bitte geben Sie uns bis 30.11.2016 eine Rückmeldung an info@sinti-roma.com, ob Sie den Termin wahrnehmen.
Mit freundlichen Grüßen                                                                             
                   Dr. Ulrike Freundlieb        Daniel Strauß
Verband Deutscher Sinti und Roma e.V., Landesverband Baden-Württemberg,
B7, 16 │ 68159 Mannheim
Fon: 0621-911091-50 | Fax: 0621-911091-15 | mail: da@sinti-roma.com
Web: www.sinti-roma.com | Facebook: www.facebook.com/romnokher

1.-9. Oktober.2016 Studienreise nach Serbien.  Bitte, bald anmelden!
Serbienreise: Serbien - ein "sicheres Herkunftsland" für Roma? Eine asylpolitische Studienreise auf Flüchtlingswegen.
"Roma-Flüchtlinge aus Serbien haben inzwischen so gut wie keine Chance, in Deutschland Asyl zu bekommen. Darum müssen sie wieder zurück. Denn Serbien gilt als "sicheres Herkunftsland". Was das bedeutet, wie die Lebenssituation der Rückkehrer aussieht, welche Hilfsangebote Roma-Organisationen, Kirchen und weitere nichtstaatliche wie staatliche Akteure bieten, das soll auch dieser Reise erkundet werden. Wir werden eine Reisegruppe von Roma und Nichtroma sein und besuchen Roma Einrichtungen, Vertreter von Roma Organisationen und Kirchen in Nisch, Belgrad und Novi Sad und erkunden Serbien auf den Flucht- und Rückkehrwegen der Flüchtlinge."
Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer ERO 750,00.
Kooperationspartner: Evang. Akademie Bad Boll, Diak. Werk Württemberg, Ev. Mission in Solidarität, AK Sinti/Roma und Kirchen, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.
Informationen bei: Evang. Akademie Bad Boll (07164-79232). Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">conny.matscheko@ev-akademie-boll.de

2.8.2016
, 12-14:00 Uhr
Gedenkfeier an den Völkermord an Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau
Jährlich am 2. August erinnert der Zentzralrat Deutscher Sinti und Roma mit einer internationalen ... mehr
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Więźniów Oświęcimia 20, 32-603 Oswiecim

19.7.2016
, 19:00
Was geht noch?  Zu Moglichkeiten der juristischen Aufklärung von NS-Verbrechen 70 Jahre nach den Nürnberger Prozessen.  Flyer/pdf
Vortrag von Oberstaatsanwalt Jens Rommel, Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

03.07.2016, 10.40 - 11.35 Uhr | WDR Fernsehen
Die Roma und Sinti Philharmoniker
Ein Dirigent und sein Traum  -  Ein Film von Margarete Kreuzer
Es gibt viele Sinfonieorchester, aber weltweit kein einziges wie dieses: Alle Mitglieder sind Sinti oder Roma, und alle sind Profis - klassisch ausgebildete Musiker, die in Berufsorchestern in Deutschland, Polen, Frankreich, Russland, Ungarn, Tschechien und Rumänien spielen. So oft wie möglich finden sie sich zu gemeinsamen Konzerten zusammen, um als Botschafter ihres Volkes gegen Vorurteile und Klischees, gegen Vertreibung und gegen das Vergessen anzuspielen - nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern versöhnlich und vermittelnd.
Der Film begleitet das Orchester während der Vorbereitungen zu einem Konzert und verlässt mit einzelnen Musikern immer wieder den musikalischen Kosmos, um einen Einblick in ihr privates Leben zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Films steht der Dirigent Riccardo Sahiti, Gründer des Orchesters und sein leidenschaftlicher Spiritus Rector. Sein Traum: er möchte die Roma und Sinti Philharmoniker zu einer festen Institution machen, um nicht länger um ihre Existenz bangen zu müssen. Ob Auswärtiges Amt, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma oder Europäisches Parlament - Riccardo Sahiti, unfreiwillig auch Manager des Orchesters, spricht überall vor. Der Film begleitet ihn aber auch auf einer sehr emotionalen Reise in seine Heimat, den Kosovo, wo er Krieg und Vertreibung erlebt hat; bei den Überresten seines Geburtshauses und am Grab seiner Mutter erzählt Sahiti die Geschichte seiner Familie, die für viele Kosovo-Roma steht.
So entsteht das Portrait eines ungewöhnlichen Orchesters, das sich zugleich aus ungewöhnlicher perspektive einem ernsten Thema nähert. Dank der sympathischen und leidenschaftlichen Protagonisten gelingt dies mit überraschender Leichtigkeit.

2.-23.06.2016 festival contre le racisme (fclr)
Heidelberg. Rassismuskritische Aktionstage. Ausführliches Programm als pdf

4. Juni 2016, 19 Uhr
Silchersaal in der Liederhalle in Stuttgart. 4. Internationales Gypsy Festival
mit: Geza Hosszu-Legocki + The Gipsy Wolves + Guttenberger Brothers
Verantwortlich: Romano Jilo e.V. in Zus.arbeit mit dem Laboratorium e.V.,
Flyer

3.-4. Mai 2016: Juristisches Vergessen?   Der NS-Mord an Sinti und Roma. 
Die juristische Behandlung der NS-Morde an Sinti und Roma und deren Wirkungen
Evang. Akademie Bad Boll
Programm  und  Anmeldeflyer

Die Vorträge
   
22.03.2016, 19:00 Uhr

Buchpräsentation: "Entrechtet - verfolgt - vernichtet". NS-Geschichte und Erinnerungskultur im deutschen Südwesten.
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckegasse 2, 69117 Heidelberg
Es dauerte lange, bis das Schicksal der Opfer nationalsozialistischer Rassenpolitik und politischer Repression wahrgenommen wurde. Inzwischen ist die Geschichte der Opfer des NS-Terrors ein wesentlicher Bezugspunkt der Gedenk- und Erinnerungskultur des Landes. Dabei stellt sich mit dem Blick auf die Opfer immer auch die Frage nach den Tätern, nach menschlichen Verhaltensweisen, staatlichen Zielen und Verfassungsnormen. Die Auseinandersetzung der Nachlebenden mit den destruktiven Tendenzen von Individuum, Staat und Gesellschaft thematisiert zugleich auch Menschenrechte, Zivilgesellschaft und politische Beteiligung. Der präsentierte Band fasst erstmals für Baden-Württemberg die Geschichte der Opfergruppen des NSRegimes im Südwesten zusammen. Im Zentrum stehen die Ereignis- und die Rezeptionsgeschichte, jeweils ergänzt um den Blick auf aktuelle Formen der Erinnerung.
PROGRAMM AM 22. MÄRZ 2016
Begrüßung Romani Rose
Geschäftsführer des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma
Einführung Lothar Frick
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
Buchvorstellung Dr. Christoph Palmer
Minister a. D. im Staatsministerium Baden-Württemberg
Vortrag: "Wer von der Integration redet, darf von der Ausgrenzung nicht schweigen" Prof. Dr. Peter Steinbach
Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Widerstand in Berlin
(Unsere Mitarbeiterin im "AK Sinti/Roma und Kirchen in BW", Elke Martin, gfehört zu den Autoren des Bandes).

06.02. -  29-05.2016
Gerhard Richter. Birkenau
Die Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt abstrakte Werke von Gerhard Richter. Im Zentrum steht ein Hauptwerk des Malers, das vierteilige ungegenständliche, zutiefst ergreifende Werk mit dem Titel „Birkenau“ (WZ 937 1-4), das 2014 entstand. Gerhard Richter nimmt darin Bezug auf Fotografen, die 1944 im Vernichtungslager Birkenau von Mitgliedern des jüdischen Sonderkommandos aufgenommen wurden. Diese Fotodokumente bilden den Ausgangspunkt, die erste Schicht seiner Malerei, der viele weitere überarbeitende Malvorgänge folgen.
Fotografen von den Opfern des Holocaust und des Naziterrors fnden sich seit Mitte der 1960er Jahre an mehreren Stellen in Gerhard Richters „Atlas“, einer Sammlung von Fotos, Zeitungsausschnitten und Skizzen, die der Künstler von 1962 bis heute zusammengeführt hat. Entsprechende „Atlas“-Tafeln werden in Baden-Baden in Verbindung zu den großformatigen Birkenau-Arbeiten gesetzt.


27.01.2016, 14 Uhr
Gedenkstunde des Landtags von Baden-Württemberg
am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Forum am Schloßpark, Ludwigsburg
Programm:
14:00 Uhr Gedenkstunde im Forum Ludwigsburg
Musikstück
Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg
Wilfried Klenk MdL, Präsident des Landtags von Baden-Württemberg
Wolfram Slupina, Jehovas Zeugen, Öffentlichkeitsarbeit
Jana Mechelhoff-Herezi, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Gespräch mit Zeitzeugen, Werner Speidel, Jehovas Zeugen, Stuttgart
Horst Selbiger, Ehrenpräsident Child Survivors Deutschland e.V., Berlin
Moderation: Jana Mechelhoff-Herezi, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Musikstück
Inklusives Generationentheaterprojekt der Kunstschule Labyrinth, Ludwigsburg
„Tell – Der Apfelschuss“
Moderation: Gabriele Sponner, Regisseurin und Theaterpädagogin
Musikstück
ca. 15:45 Uhr Einladung zur Begegnung
Infostände der Opferorganisationen
Ausstellungen:
Standhaft trotz Verfolgung –
Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime
Aquarelle des ehemaligen KZ-Häftlings Johannes Steyer
Gemäldezyklus des Künstlers Heinz Tetzner
Es werden ein Imbiss sowie Kaffee und Kuchen gereicht

27.01.2016, 18 Uhr
Gedenken an die Nazi-Opfer in Heidelberg
In diesem Jahr im Mittelpunkt: Die Sinti und Roma
RNZ. Im Jahr 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar als „ Tag des Gedenkens an .die Opfer des Nationalsozialismus" ins Leben gerufen. Es ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 71 Jahren. Mit einer Gedenkveranstaltung im Großen Rathaussaal, Marktplatz 10, erinnertdieStadtHeidelbergwie auch schon in den vergangenen Jahren am 27. Januar um 18 Uhr an die Opfer der grausamen Verbrechen in der NS-Zeit.
Diesmal steht die von den Nationalsozialisten verfolgte Gruppe der Sinti und Roma im Mittelpunkt des Gedenkens. Oberbürgermeister Eckart Würzner wird nach einführenden Worten Reinhold Lagrene, Vorstandsmitglied im Zentralrat sowie im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg, als Gastredner begrüßen. Die musikalische Umrahmung übernehmen Scarlett Adler (Gesang) und Klaus Straube (Klavier). Alle Heidelberger sind eingeladen, an der Veranstaltung am Mittwoch, 27. Januar, teilzunehmen und ebenfalls der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.
Quelle: RNZ 2016-01-21

Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossVoices for Peace: Friedensfragen | Prof. Dr. Fernando Enns #1| Frage an Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“
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