2011: Jeju's Makel

Gangjeong auf Chejudo
Quelle:  Junge Welt - Donnerstag, 25. August 2011, Nr. 196
http://www.jungewelt.de/2011/08-23/035.php

Jeju's Makel

von Rainer Werning

»Rettet Jeju – Keine Marinestützpunkt auf Jeju« – »Wir wollen hier keinen Krieg!« – »Kampf bis zum Tod gegen die US-imperialistische Anti-China-Marinebasis!« Solche und ähnlich lautende Parolen in Südkorea würde man bei politischen Protestmärschen vermuten. Nicht jedoch in einem Dorf wie Gangjeong mit seinen gerade mal knapp 2000 Seelen. Noch bis vor kurzem gingen dessen meist bäuerlichen und Fischerhaushalte friedlich ihrer Arbeit nach und führten ein beschauliches Leben.

Spätestens seit den Weihnachtstagen 2010 ist es mit der Idylle in Gangjeong vorbei. Ausgerechnet dort, im Südwesten der Insel Jeju, will die südkoreanische Marine für umgerechnet 970 Millionen US-Dollar einen Stützpunkt errichten, der Platz für 20 Kriegsschiffe (inklusive Unterseeboote) und zwei Luxusliner bietet. 2014 soll die Basis fertiggestellt sein. Der Löwenanteil der Bewohner von Gangjeong ist strikt gegen die Errichtung der Marinebasis, für die fruchtbares Ackerland, Korallenbänke, Gärten und buddhistische Tempel weichen müssen.

Seit Jahresbeginn werden die Bauarbeiten von wachsenden Protesten der lokalen Bevölkerung begleitet. Jung und alt, Fischer und Mandarinenbauern haben Zelte aufgebaut und Protestplakate installiert. Im Januar 2011 versammelten sich Pastoren aus verschiedenen Gemeinden auf Jeju zu einem theologischen Seminar und veröffentlichten am Ende ihres Treffens ein »Manifest des Friedens 2011«. Darin wird der Bau der Marinebasis als »Versündigung gegen Mensch und Natur« gewertet. ....


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