2017: Der Mann, der 1983 die Welt rettete

Atomwaffen
Deutsches Pfarrerblatt, 5/2017, S. 260ff
Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers.

Der Mann, der 1983 die Welt rettete
Von einem, der den Atomkrieg nur knapp verhinderte, und von der Wahrscheinlichkeit, dass die Raketen das nächste Mal treffen

von Rolf Wischnath

Nordkorea, Pakistan, Irak, Iran - Nuklearwaffen in der Hand von unberechenbaren Potentaten haben etwas zutiefst Beunruhigendes, ganz gleich, ob sie tatsächlich vorhanden sind oder nur vermutet werden. Tatsächlich jedoch sind Atomwaffen immer eine Bedrohung für das Leben auf diesem Globus und sollten daher komplett abgeschafft werden. Rolf Wischnath erinnert an ein gefährlich schlummerndes Vernichtungspotential.

Prof. Dr. Roll Wischnath, Jahrgang 1948, 1967-69 Bundeswehr, 1970-75 Theologiestudium bei
Walter Zimmerli, Hans J. Kraus und vor allem bei Walter Kreck in Bonn, 1975-80 Assistent von Ingo
Baldermann in Siegen, 1980 Promotion, 1980-94 Pfarrer in Soest, Mülheim und Berlin, 1995-2004
Generalsuperintendent des Sprengels Cottbus, Honorarprofessor für Syst. Theologie an der Universität
Bielefeld.

1. Ernstfall

Geschehen vor 71 Jahren:

Was für Waffen? Am 6. August 1945 sitzt Sumiko Nakamura in ihrer Schule im japanischen
Hiroshima im Klassenzimmer. Plötzlich wird der Unterricht jäh unterbrochen.
Die Fenster zerspringen. Vor dem Fenster wird ein Leuchten sichtbar. Dann ist ein
enormes Donnern zu hören. Die Kinder setzen ihre Luftschutzkapuzen auf und kriechen
unter die Tische. Im nächsten Augenblick kommt die Explosionswelle. Die Lehrer
führen die Kinder heraus. In der Richtung, aus der sie das Leuchten gesehen haben,
türmt sich eine pilzförmige Wolke auf und Rauch steigt auf. Wenig später pechschwarzer
Regen, der vom Himmel fällt. Dann sehen sie, dass der Fluss schwarzes Wasser
führt. In den Stunden danach sieht Sumiko immer mehr Menschen, die furchtbar aussehen.
Die verbrannte Haut hängt in Fetzen vom Körper. Die Körper sind knallrot. Die
Hölle auf Erden. - Hunderttausende sind den beiden Atombombenabwürfen am 6.
und 9. August vor bald 72 Jahren in Hiroshima und Nagasaki zum Opfer gefallen ...."

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Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM

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