WCC genehmigt Weltmissionskonferenz

WCC/ÖRK Weltmissionskonferenz, 08.-13.03.2018, Arusha/Tansania

29. Juni 2016
ÖRK genehmigt Weltmissionskonferenz in Tansania 2018
Kristine Greenway

Die nächste Weltmissionskonferenz findet in Arusha, Tansania vom 8.-13. März 2018 statt.
Der Vorschlag, diese Konferenz zu veranstalten, wurde heute vom Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) auf seiner Tagung in Trondheim, Norwegen genehmigt.

Bischof Geevarghese Mor Coorilos, Vorsitzender der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME), präsentierte den Vorschlag.

Das Thema der Konferenz lautet: „Moving in the Spirit: Called to Transforming Discipleship.” Mehr als 700 Delegierte von Kirchen weltweit werden zu der von der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Tansania ausgerichteten Konferenz erwartet.

Dies ist die erste Weltmissionskonferenz in Afrika seit dem Jahr 1958. Die Konferenz damals fand in Ghana statt.

„Die CWME ist sich bewusst, dass der afrikanische Kontinent eine der lebendigsten Regionen des Weltchristentums ist“, erklärte CWME-Sekretär Dr. Jooseop Keum. „Es ist wichtig, dass der Geist Afrikas in der Konferenz von der Planung bis zur Durchführung spürbar wird. Eine beträchtliche Anzahl von Referent/innen und Teilnehmenden wird aus der Region kommen."

Der CWME-Direktor fügt hinzu, dass die Entscheidung für Afrika als Konferenzland den Teilnehmenden die Möglichkeit gibt, etwas über die afrikanischen ökumenischen Missionsinitiativen zu lernen.

Die erste Weltmissionskonferenz fand 1910 in Edinburgh, Schottland statt. Danach folgte im Abstand von jeweils ca. zehn Jahren eine Reihe weiterer Konferenzen. In diesen 106 Jahren hat sich in der christlichen Missionsarbeit viel verändert. Ging es bei der Missionsarbeit zunächst darum, die Menschen zum Christentum zu bekehren, haben die Kirchen in späteren Zeiten ihre Aufgabe vorwiegend in der Arbeit für Menschen  in Regionen gesehen, die von Konflikten oder dem Klimawandel betroffen sind oder in Situationen leben, in denen ihr wirtschaftliches Überleben bedroht ist.

„Wenn wir sehen, wie Intoleranz und Gewalt in so vielen Teilen der Welt zunehmen, hat man den Eindruck, dass die Welt nur Rückschritte erlebt", sagt Keum. „Die ökumenische Missionserklärung Gemeinsam für das Leben ermutigt Kirchen zur Zusammenarbeit, um das Leben vor Tod und Zerstörung zu schützen. Wir wollen die Würde des Lebens bekräftigen, wenn die Rechte der Menschen bedroht werden."

Dieser Missionsansatz erfordert ein neues Verständnis der Rolle der Menschen, die Missionsarbeit leisten.
„Wir leben in einer konfliktreichen Welt“, sagt Keum. „Auf der Konferenz wollen wir untersuchen, was kirchliche Missionsarbeit heute bedeutet."

Kirchen verwenden immer öfter den Begriff  „Nachfolge“ zur Beschreibung einer Missionsarbeit in der engen Nachfolge Jesu, der Menschen seine Hand reichte, die von der Gesellschaft ausgestoßen wurden oder die in Armut lebten.  Das bedeutet, so lautet der Vorschlag, offen gegenüber Veränderungen zu sein (Transformation) und darauf einzugehen, was Kirchen von Menschen, mit denen sie arbeiten und die am Rand der Gesellschaft stehen, lernen können.

Das, so bestätigt Keum, könne mit viel Aufwand verbunden sein,  denn dieser Weg erfordert Offenheit gegenüber dem Zeitgeist und dem Herzen des christlichen Glaubens, der die Menschen aufruft, auch Risiken für ihre Überzeugungen einzugehen.

Der Vorschlag der CWME sieht vor, dass die Konferenz für Menschen christlichen Glaubens aller Traditionen offensteht und „Beziehungen zu Partnerkirchen fördert“  im Interesse der Einheit der Kirchen und der gemeinsamen Mission.

„Weltmissionskonferenzen waren immer eine Gelegenheit für Kirchen, Missionsorganisationen und Leute aus der Praxis, sich zu treffen und Leitideen für die nächsten Jahre zu entwickeln", sagt Keum. „Auf der Konferenz wollen wir den Anstoß für eine ökumenische Missionsbewegung geben. Wir betrachten diese Veranstaltung als einen Aufruf zur Zusammenarbeit mit Partnern aus der römisch-katholischen, der pfingstlichen und der evangelischen Kirchen und Bewegungen, um den Herausforderungen der heutigen Missionsarbeit begegnen zu können."

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