24.-28.05.2017 DEKT Berlin-Wittenberg

Kriegsdienstverweigerung
"Trostfrauen"
Veranstaltungen mit Korea-Bezug
 
kirchentag2017 plakat 500
Kriegsdienstverweigerung
Fr., 26. Mai, 16.30 h,
in 10997 Berlin: St. Thomaskirche, Bethaniendamm 23-27.
Mit Myungjin Moon und dem Professor für (Friedens-) Theologie und Ethik Fernando Enns.
"Die Kirchen auf dem Weg des Friedens: Was geht? Geht was?" Veranstaltung im Rahmen des Ev. Kirchentages.


Mo., 29. Mai, 19 h,
in 10405 Berlin: Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4.
Mit Myungjin Moon. Veranstaltet von: Connection e.V., Korea-Verband e.V., Internationale der Kriegsdienstgegner/innen - IDK, Deutsche Ostasienmission e.V.


Di., 30. Mai, 18 h, in 22769 Hamburg: Mennonitenkirche Hamburg Altona, Mennonitenstr. 20.
Mit Myungjin Moon.
Veranstaltet von: Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen und der Mennonitengemeinde Hamburg Altona, Deutsche Ostasienmission e.V.


Do., 1. Juni, 19 h, in 50687 Köln, Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7B.
Mit Myungjin Moon und dem Friedens- und Konfliktforscher Markus Liegl.
Veranstaltet von: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V. (DFG-VK) Gruppe Köln, Amnesty International Köln, attac Köln, DFG-VK Bildungswerk NRW
e.V.

Unsere Referenten
Myungjin Moon verweigerte 2010 den Kriegsdienst und war 15 Monate inhaftiert. Sein Fall wurde von Amnesty International aufgegriffen. Er ist aktiv in der in Seoul ansässigen Organisation World Without War, die sich für Gewaltfreiheit und Kriegsdienstverweigerung einsetzt.

M.A. Markus Liegl, der in Köln zur Veranstaltung geladen ist, hat mehrere wissenschaftliche Aufsätze und ein Buch zu den Konflikten in Asien publiziert. Er promoviert an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Trägerorganisationen der Veranstaltungsreihe sind Connection e.V., Deutsche Ostasienmission e.V. und Korea-Verband e.V. Wir danken für die finanzielle Förderung durch Ev. Mission in Solidarität (EMS).
"Trostfrauen"
Anlässlich des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentages besucht die ehemalige „Trostfrau“ Gil Won-ok (geb. 1928 bei Pjöngjang) zum dritten Mal Deutschland. Die heute 91-jährige wurde im jungen Alter von 13 Jahren vom japanischen Militär verschleppt und zwangsprostituiert. Heute setzt sich die 91-jährige für den Frieden und die Rechte Opfer sexueller Gewalt ein.
Geboren in Hee-Chon im heutigen Nordkorea als Tochter einer sechs-köpfigen Familie, wuchs sie in armen Verhältnissen auf. „In einer Fabrik in Mandschurei gibt es Arbeit und eine Ausbildung.“ So lockt man die damals gerade 13-jährige Gil Won-ok in einen Zug nach China.
In ihrer Gefangenschaft wird sie mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt, woraufhin sie zurück nach Korea geschickt wird, um in einer japanischen Munitionsfabrik zu arbeiten. Man operiert sie, macht sie absichtlich unfruchtbar. Mit 15 Jahren wird sie erneut nach China verschleppt, diesmal in eine noch brutalere „Troststation“. Bis Kriegsende bleibt sie in dem Bordell, in dem sie jahrelang misshandelt wird. Erst als Japan kapituliert, kann sie in ihr Heimatland zurückkehren. Durch die Teilung Koreas kann sie ihre Eltern nie wiedersehen.
Der Krieg endete am 15. August 1945. Japan kapitulierte, doch für Gil Won-ok ist die Geschichte noch lange nicht zu ende. Ebenso für die Überlebenden der schätzungsweise 200.000 Mädchen und jungen Frauen, die damals auf Befehl des japanischen Militärs während des Zweiten Weltkrieges in Militärbordellen zwangsprostituiert wurden. Mehr zu dem Schicksal der „Trostfrauen“ lesen Sie hier.
Die Adoption ihres Sohnes mit 30 Jahren gab Frau Gil die Kraft, nicht aufzugeben. Viele Jahre schwieg sie, wollte niemandem von ihrem Leid erzählen. Doch 2003 überwand sie die Angst vor der öffentlichen Bekanntgabe ihres Schicksals. Seitdem setzt sie sich als Friedens- und Menschenrechtsaktivistin für die Rechte von Opfern sexueller Gewalt ein. Auch in Deutschland geht dieser Einsatz weiter. Frau Gil nimmt während ihres Besuches an vielfältigen Veranstaltungen teil.

Veranstaltungen:
Die 1.284. Mittwochsdemonstration vor der japanischen Botschaft in Berlin
Mi. 24. Mai, 15-17 Uhr: Beginn in der Hiroshimastr. und Marsch zum Potsdamer Platz

Auftritte beim Kirchentag auf dem Messegelände Berlin, Charlottenburg
Auf dem Markt der Möglichkeiten (Berlin ExpoCenter City, Messedamm 22, 14055 Berlin)

Do. 25. Mai, 14 Uhr: Begrüßung von Frau Gil Stand Ev. Koreanische Gemeinde Berlin e.V. (1.1-E03)

Fr. 26. Mai, 14 Uhr: Gesprächsrunde beim Stand von DOAM und BMW (2.1-E10)
Centre Reformation and Transformation (CityCube, Ebene 1, Halle A6 (594 | E1), Messedamm 22)

Sa, 27. Mai, 15-17 Uhr: „Minorities, Migrants, Comfort Women – Marching with the Marginalized in Korea and Japan”

Weitere Auftritte außerhalb des Messegeländes
Sa. 27. Mai, 13 – 15 Uhr: Mittagstisch der Migrationskirchen – Rede bei Ev. Koreanischer Gemeinde in Berlin (Han-In Gemeinde), Heilandskirche, Thusnelda-Allee 1, 10555 Berlin

So. 28. Mai, 14-16 Uhr: „Geteilte Zeit an versetztem Ort“ – Gemeinsames Treffen von Zeitzeuginnen mit der aus IS-Gefangenschaft befreiten Marwa al-Aliko, Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V., Herbartstr. 25, 14057 Berlin

Mo. 29. Mai, 16-18 Uhr: Filmaufführung „The Apology“ (R: Tiffany Hsiung, Kanada, 2016, 104 Min.), Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Veranstaltungen mit Korea-Bezug auf dem Kichentag 2017 (zusammengestellt von Lutz Drescher)

(Die Veranstaltungen im Centre Reformation and Transformation im City Cube auf dem Messegelände werden in englischer Sprache sein. Besonders hinweisen möchte ich auf die Großveranstaltung: Minorities, Migrants, Comfort Women - Marching with the Marginalized in Korea and Japan am Samstag vom 15.00- 17.30 Uhr).

Mittwoch 24.05.,  19.00 Uhr
"Tempel, Kreuze und Schamaninnen - Religion und Religiosität in Korea"
Lutz Drescher, Evangelische Mission in Solidarität, EMS, Stuttgart
Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48, 12165 Berlin
Eine Veranstaltung der Deutsch – Koreanischen Gesellschaft http://korea-dkg.de/

Freitag 26.05., 09.30–10.30
Bibelarbeit L. Hong-Jung
Dr. Lee Hong-Jung, Pastor, früherer Generalsekretär Presbyterianische Kirche von Korea (PCK), Seoul/Republik Korea
CityCube, Ebene 1, Halle A5, Messe Berlin, Charlottenburg (594 | E1)

14.30–16.00
Centre Reformation and Transformation | Panel
The Need for Reformation of the Korean Churches Nowadays
Dr. In Myung Jin, reverend, Presbyterian Church of Korea (PCK), Seoul/Republic of KoreaModeration: Marianne Wagner, member of the High Consistory Protestant Church of the Palatinate, Speyer
In cooperation with: Evangelical Mission in Solidarity (EMS)
CityCube, Ebene 1, Raum A4.2, Messe Berlin, Charlottenburg (594 | E1)

16.30–18.00
Centre Reformation and Transformation | Panel
Experiences from Ecumenical Movements in the Korean Churches
Dr. Chai Sooil, Kyungdong Church, Presbyterian Church in the Republic of Korea (PROK), Seoul/Republic of Korea
In cooperation with: Evangelical Mission in Solidarity (EMS)
CityCube, Ebene 1, Raum A4.2, Messe Berlin, Charlottenburg (594 | E1)

Samstag 27.05., 11.00–13.00
Centre Reformation and Transformation | Panel
Christianity and Korean Confucianism
A New View on Reformation
Prof. Dr. Lee Jung-Bae, theologian and chair Committee of Faith and Organization, National Council of Churches in Korea, Seoul/Republic of Korea
Prof. Dr. Lee Un-Sunn, theologian, Sejong University, Seoul/Republic of Korea

13.00–15.00
Mittags-Tisch der Migrationskirchen | Mittags-Tisch
Ev. Koreanische (Han-In) Gemeinde in Berlin
Mittagsgebet und Mittagessen
Vortrag Sexuelle Gewalt an verschleppten Frauen im 2. Weltkrieg
Heilandskirche, Thusnelda-Allee 1, Tiergarten

15.00–17.30
Centre Reformation and Transformation | Main Panel
Minorities, Migrants, Comfort Women
Marching with the Marginalized in Korea and Japan
• "Comfort women": Military sexual slavery in Word War II
Gil Won-Ok, survivor, Seoul/Republic of Korea
Kikuchi Junko, National Council of Churches Japan, Tokyo/Japan
Yoon Mee Hyang, The Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan, Seoul/Republic of Korea
• Butterflies for reconciliation
Han Nataly Jung-Hwa, chair Korea Verband, Berlin
• The struggle against racism and hate speech in Japan
Choi Kang I Ja, victim of hate speech, Kawasaki/Japan
Kim Shinya, Minorities Mission Center, Kawasaki/Japan
David McIntosh, missionary, Presbyterian Church in Canada, Tokyo/Japan
• Discussion: Living together in diversity and without fear
Moderation: Jürgen Reichel, general secretary Evangelical Mission in Solidarity, Stuttgart

Music: Roland Baumgarte, Violoncello Improvisato, Burgwedel
In cooperation with: Evangelical Mission in Solidarity (EMS)
CityCube, Ebene 1, Halle A6, Messe Berlin, Charlottenburg

Auf dem Markt der Möglichkeiten
Deutsche Ostasienmission, Berlin (2.1-E10)
Ev. Mission in Solidarität, Stuttgart (2.1-C18)
Berliner Missionswerk (2.1-D21)
Berliner Missionswerk (2.1-C18)
Halle 2.1a, Messe Berlin, Charlottenburg

Ev. Koreanische Gemeinde Berlin (1.1-E03)
Halle 1.1b, Messe Berlin, Charlottenburg
Zusammenstellung: Lutz Drescher, mailto@lutz-drescher.de






Video: F. Enns

Evang. Landeskirche in Baden: Arbeitsstelle Frieden 
Voice for peace Nr. 6: Friedensfragen 
"Können wir unsere christliche Ethik bei Konflikten mit anderen Religionen zugrunde legen?" Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ Universität Hamburg & Vorstandsmitglied der DOAM. Link: 
https://youtu.be/_Js4f3seossMehr videoclips aus der Reihe "Voices for Peace: Friedensfragen" der Arbeitsstelle Frieden in der Evang. Landeskirche in Baden | YOUTUBE.COM